Bild folgtKI-generierte IllustrationValeriana pratensis subsp. pratensis
Schon von weitem fällt der Wiesen-Baldrian (Valeriana pratensis subsp. pratensis) durch seine hellrosa bis weißen Blütenstände auf, die an hohen, aufrechten Stängeln sitzen. Diese gebietsfremd Wildstaude ist ein Charaktervogel feuchter Wiesen und bringt eine natürliche Eleganz in deinen Garten. Da für diese Art in den aktuellen Datensätzen keine spezifischen Bestäuberbeziehungen gelistet sind, schätzen wir sie vor allem für ihre Rolle im Bodenökosystem und als Strukturgeber. Die Pflanze ist ein Muss für jeden, der wechselfeuchte Bereiche ökologisch aufwerten möchte. Du kannst mit ihr wunderbar die Artenvielfalt in feuchten Gartenabschnitten unterstützen.
Gebietsfremde Art mit dokumentiertem ökologischen Nutzen.
Der Wiesen-Baldrian ist ökologisch besonders durch seine unterirdische Vernetzung wertvoll, da er eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) bildet. In Deutschland wird die Art auf der Roten Liste (Status D) geführt, was ihre Bedeutung für den Erhalt der regionalen Biodiversität unterstreicht. Da spezifische Bestäubungsdaten in der Faktengrundlage fehlen, betrachten wir die Pflanze als wichtigen Bestandteil heimischer Pflanzengesellschaften, der Struktur für verschiedene Wirbellose bietet. Die hohlen Stängel sind nach der Vegetationsperiode nützliche Winterquartiere für kleine Gartenbewohner. Mit der Ansiedlung dieser indigenen Art förderst du ein gesundes und widerstandsfähiges Gartenökosystem.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in der vollen Sonne oder im Halbschatten.
Der Boden sollte dauerhaft frisch bis feucht sein, da die Pflanze keine längeren Trockenperioden verträgt.
Ein nährstoffreicher und humoser Untergrund fördert einen kräftigen Wuchs.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Pflanzen auf einen ausreichenden Abstand, da die Staude recht hoch werden kann.
Die Art geht eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen) ein, weshalb du auf chemische Dünger verzichten solltest.
Ein Rückschnitt im Spätsommer nach der Blüte verhindert eine unkontrollierte Versamung.
Zur Vermehrung kannst du das Rhizom (den waagerecht wachsenden Erdstängel) im zeitigen Frühjahr teilen.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) – beide teilen die Vorliebe für feuchte Böden und bilden ein harmonisches Bild im Naturgarten.
Der Wiesen-Baldrian (Valeriana pratensis subsp. pratensis) ist eine Unterart aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Er ist in unserer Region indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt wechselfeuchte Standorte sowie nährstoffreiche Wiesen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine gegenständigen, fiederteiligen Blätter und die endständigen Trugdolden (Blütenstände, bei denen die Seitenachsen die Hauptachse übergipfeln) aus. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder als heimisch gilt) ist er fest in der hiesigen Flora verankert.
3 Videos zu Wiesen-Baldrian
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →