Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia villosa agg.
Schon von weitem fällt die Zottige Wicke (Vicia villosa agg.) durch ihre dichten, violetten Blütentrauben auf, die meist einseitig an den Stängeln hängen. Mit ihren feinen Ranken klettert sie geschickt an Halmen empor und erreicht dabei eine Höhe von 0,7 m. In deinem Garten ist sie ein wahrer Bodenverbesserer, da sie als Hülsenfrüchtler (Pflanzenfamilie mit Stickstoff-Wurzelknöllchen) wertvollen Stickstoff im Erdreich bindet. Da sie trockene Standorte liebt, ist sie extrem pflegeleicht und kommt mit Hitze bestens zurecht. Du tust der Bodenbiologie und dem Kleinklima in deinem Beet mit dieser robusten Kletterin etwas Gutes.
Die violette Kletterkünstlerin: Bodenverbesserung und Blütenpracht bis 0,7 m Höhe.
Diese Wicke fungiert in deinem Garten als natürlicher Düngerproduzent, indem sie Luftstickstoff über Symbiosen an ihren Wurzeln im Boden fixiert. Da für diese Art keine spezifischen Tierbeziehungsdaten vorliegen, konzentriert sich ihr ökologischer Wert auf die Anreicherung des Bodens und die Bereitstellung von Struktur in der Krautschicht. Ihre Diasporen (Samen als Ausbreitungseinheiten) sind mit über 34 mg vergleichsweise schwer. Dies führt dazu, dass sie vor allem im Nahbereich der Mutterpflanze zu Boden fallen oder durch Tiere über kurze Distanzen verschleppt werden. Die Mykorrhizierung (Pilzsymbiose) unterstützt zudem ein gesundes Bodennetzwerk.
Die Zottige Wicke ist nicht als kindersicher eingestuft. Da sie für den Verzehr ungeeignet ist, solltest du in Haushalten mit kleinen Kindern wachsam sein. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.697 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8) mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne.
Boden: Ein trockener Untergrund (Feuchtewert 3) ist ideal; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer benötigt sie normalen Gartenboden und kommt ohne zusätzliche Düngergaben aus.
Kalkgehalt: Sie bevorzugt einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7).
Pflanzung: Setze die Wicke im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst in die Erde.
Unterstützung: Plane eine Wuchshöhe von genau 0,7 m ein und biete ihr benachbarte Stauden als natürliche Kletterstütze an.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt durch Selbstaussaat ihrer schweren Samen für ihren Fortbestand.
Pflanzpartner: Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist eine hervorragende Partnerin, da er ähnliche Ansprüche an Sonne und Trockenheit stellt und ökologisch perfekt ergänzt.
Die Zottige Wicke gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist eng mit Erbsen und Bohnen verwandt. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie Ackerränder in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein wichtiges Merkmal ist die AM-Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen. Ihre breitblättrigen Fiederblätter enden in Ranken, die ihr das Klettern ermöglichen. Die gesamte Pflanze ist weich behaart, was als Schutz gegen Verdunstung dient.
2 Videos zu Vicia villosa agg.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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