Bild folgtKI-generierte IllustrationAbies nordmanniana
Auch bekannt als: Nordmann-Tanne, Nordmanns Tanne, Kaukasus-Tanne, Nordmanntanne, Türkische Tanne
An ihren glänzenden, tiefgrünen Nadeln, die auf der Unterseite zwei markante weiße Wachsstreifen aufweisen, lässt sich die Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana) sofort erkennen. Im Gegensatz zur Fichte stechen ihre weichen Nadeln nicht, da sie an der Spitze leicht eingekerbt sind. Sie dient dort vor allem als dauerhafter Strukturgeber und bietet durch ihr dichtes Nadelwerk wertvollen ganzjährigen Schutz für die heimische Tierwelt. Wenn du sie pflanzt, solltest du ihr viel Raum geben, damit sie ihre majestätische, pyramidale Form über die Jahrzehnte voll entfalten kann. Achte darauf, dass sie als junger Baum ausreichend Feuchtigkeit erhält.
Majestätischer Strukturgeber: In Österreich heimisch und ganzjährig grün.
In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in Österreich ist die Nordmann-Tanne ein wesentlicher Bestandteil stabiler Bergmischwälder. Als immergrüner Nadelbaum bietet sie das ganze Jahr über einen geschützten Rückzugsort für die lokale Fauna (Tierwelt), was besonders in strengen Wintern überlebenswichtig ist. Da für diese spezielle Art derzeit keine detaillierten Bestäubungsdaten in unserer Datenbank vorliegen, liegt ihr ökologischer Schwerpunkt im Garten vor allem in der Bereitstellung von Lebensraumstruktur. Die Samen, die in den aufrechten Zapfen reifen, dienen als hochenergetische Nahrung für verschiedene Bewohner des Waldrandes. Durch ihre Langlebigkeit speichert sie über Jahrzehnte hinweg effektiv Kohlenstoff. In naturnahen Gärten fördert sie zudem ein kühles Kleinklima durch ihre hohe Transpirationsleistung (Wasserverdunstung über die Nadeln).
Die Nordmann-Tanne wird als nicht kindersicher eingestuft. Das enthaltene Harz (klebriger Baumsaft) sowie die ätherischen Öle der Nadeln können bei Kontakt zu Hautreizungen oder bei Verzehr zu Unwohlsein führen. Es besteht eine theoretische Verwechslungsgefahr mit der hochgiftigen Europäischen Eibe (Taxus baccata), die jedoch rote Scheinbeeren trägt, während die Tanne aufrechte Zapfen ausbildet.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Pflanzenhöhe
27.5 m
Die Nordmann-Tanne benötigt einen Standort mit tiefgründigem, nährstoffreichem Boden, der eine gute Wasserhaltekraft besitzt.
Standort: Ideal ist ein halbschattiger bis schattiger Platz, da sie empfindlich auf trockene Hitze reagiert.
Boden: Sie bevorzugt frische bis feuchte Erden, verträgt aber keine Staunässe (Wasserstau im Boden).
Pflanzzeit: Setze den Baum von März bis Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: In den ersten Standjahren musst du bei sommerlicher Trockenheit regelmäßig wässern, da das Wurzelsystem Zeit zur Entwicklung braucht.
Vermehrung: Im Garten erfolgt die Ansiedlung meist über Baumschulware, da die Anzucht aus Samen sehr langwierig ist.
Düngung: Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr unterstützt das Wachstum in der Jugendphase.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich und würde die natürliche Wuchsform zerstören.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Europäische Eibe (Taxus baccata). Beide Arten sind schattentolerant, in der Region heimisch und ergänzen sich hervorragend zu einer blickdichten, immergrünen Hintergrundbepflanzung.
Die Nordmann-Tanne gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist innerhalb der Region in Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst montane Bergwälder (Gebirgswälder), wo sie oft in kühlen, luftfeuchten Lagen gedeiht. Ein typisches Merkmal ist der streng symmetrische, etagenartige Wuchs der Äste. Die Zapfen stehen, wie für Tannen charakteristisch, aufrecht auf den Zweigen und zerfallen bei der Reife direkt am Baum, anstatt als Ganzes herabzufallen. Morphologisch (gestaltlich) unterscheidet sie sich von der heimischen Weiß-Tanne durch die dichter stehenden Nadeln, welche die Zweigoberseite fast vollständig verdeckten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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