Bild folgtKI-generierte IllustrationAblepharus kitaibelii
Auch bekannt als: Johannisechse, Johanniseidechse
Die Johannisechse (Ablepharus kitaibelii) ist eine sehr kleine, schlanke Echse mit glatten Schuppen und auffällig kurzen Beinen, die sich oft schlangenartig durch das dichte Laub bewegt. Da sie zur Familie der Skinke (einer Gruppe meist glattschuppiger Echsen) gehört, wirkt ihr Körper sehr glatt und fast metallisch glänzend. Du findest diesen scheuen Gartenbewohner vor allem an sonnigen, trockenen Standorten, die viele Versteckmöglichkeiten bieten. Besonders markant sind ihre Augen, deren Lider verwachsen und transparent sind, was ihr ein starr blickendes Aussehen verleiht. Als reiner Fleischfresser sucht sie im Boden nach kleinen Wirbellosen (Tieren ohne Rückgrat) wie Insekten oder Spinnen. Den Winter überlebt sie in einer tiefen Winterstarre (kältebedingte Reglosigkeit bei wechselwarmen Tieren) an frostgeschützten Plätzen unter der Erde. Du kannst sie im Garten unterstützen, indem Du eine Trockenmauer (Mauer aus locker aufgeschichteten Natursteinen ohne Mörtel) errichtest oder Laubhaufen in ruhigen Ecken liegen lässt. Solche Strukturen bieten der kleinen Echse den nötigen Schutz vor Fressfeinden und extremer Witterung. Ruhe und ein naturnaher Boden ohne Pestizide sind für ihr Überleben in Deiner Nähe entscheidend.
Johannisechsen sind für Menschen vollkommen harmlos und besitzen kein Gift. In Österreich sind sie streng geschützt, weshalb Du die Tiere niemals fangen, stören oder eigenmächtig umsiedeln darfst. Der beste Schutz ist das Bewahren ihres natürlichen Lebensraums in Deinem Garten.
Die Johannisechse (Ablepharus kitaibelii) ist ein Vertreter der Skinke (Scincidae) und erreicht eine Gesamtlänge von nur etwa zehn Zentimetern. Ihr Verbreitungsgebiet in Mitteleuropa beschränkt sich auf Wärmeinseln in Ostösterreich, während sie in Deutschland und der Schweiz natürlicherweise nicht vorkommt. Sie bevorzugt Habitate mit ausgeprägter Streuschicht (Schicht aus herabgefallenen Blättern) und ausreichend Sonnenplätzen. Als tagaktives Reptil führt sie eine sehr verborgene Lebensweise im direkten Bodenkontakt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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