Bild folgtKI-generierte IllustrationAcanthoscelides obtectus
Typisch fuer den Speisebohnenkäfer (Acanthoscelides obtectus) ist sein ovaler, gedrungener Körper von etwa vier Millimetern Länge, der durch eine feine, olivbraune Behaarung fast wie samtig wirkt. Du erkennst ihn zudem an den verkürzten Flügeldecken, die das Pygidium (das letzte Segment des Hinterleibs) unbedeckt lassen. In deinem Garten entwickelt das Tier meist zwei Generationen pro Jahr, wobei ein Weibchen etwa 40 bis 60 Eier direkt an reifende Hülsenfrüchte ablegt. Die Larven bohren sich nach dem Schlüpfen in die Samen, wo sie sich durch das Innere fressen. Im Frühling und Sommer findest du die erwachsenen Käfer oft auf den Blüten von heimischen Leguminosen (Hülsenfrüchtlern) wie der Zaun-Wicke (Vicia sepium) oder der Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis), wo sie Pollen fressen. Da die Larven deine Ernte schädigen können, solltest du befallene Bohnen aussortieren. Das Tier überwintert meist als Imago (das erwachsene, geschlechtsreife Insekt) an frostfreien, geschützten Stellen wie Schuppen oder direkt in den gelagerten Bohnenvorräten im Haus. Um die Art im ökologischen Sinne zu regulieren, ohne Chemie zu nutzen, kannst du Vögeln und Schlupfwespen durch eine wilde Hecke aus Schlehen (Prunus spinosa) Lebensraum bieten.
Der Käfer ist für Menschen völlig harmlos, da er weder stechen noch beißen kann. Er steht nicht unter Naturschutz, wird im Gartenbau jedoch oft kritisch gesehen, da er Vorräte unbrauchbar machen kann. Eine Verwechslung mit dem Bohnenkäfer (Bruchus rufimanus) ist möglich, dieser ist jedoch etwas größer und hat meist weißliche Flecken auf den Flügeldecken.
Der Speisebohnenkäfer gehört zur Unterfamilie der Samenkäfer (Bruchinae) innerhalb der Blattkäfer (Chrysomelidae). Ursprünglich aus subtropischen Regionen stammend, ist er heute in ganz Mitteleuropa verbreitet und gilt als Kulturfolger. Er erreicht eine Körpergröße von 3,5 bis 4,5 Millimetern und zeichnet sich durch rötliche Beine sowie Antennenglieder aus. Im Gegensatz zu vielen heimischen Käferarten ist er ein spezialisierter Samenfresser, dessen Lebenszyklus eng an großsamige Hülsenfrüchte gebunden ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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