Bild folgtKI-generierte IllustrationAchillea macrophylla
Mit ihren namensgebenden, auffällig tief eingeschnittenen und ungewöhnlich breiten Blättern fällt die Großblättrige Schafgarbe (Achillea macrophylla) sofort auf. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Wiesen-Schafgarbe wirkt sie durch ihren hohen Wuchs und das üppige Blattwerk fast wie eine stattliche Staude aus dem Gebirge. In deinem Garten besetzt sie perfekt die halbschattigen Plätze mit feuchterem Boden, an denen viele andere Arten nur schwer gedeihen. Als heimische Pflanze unserer Alpenregionen ist sie ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt, da sie speziell an kühleren Standorten eine wichtige Nische füllt. Wenn du eine robuste, charakterstarke Pflanze suchst, die Struktur ins Beet bringt, ist sie genau die richtige Wahl für dich.
Imposante Gebirgsschönheit: Die seltene Schafgarbe für feuchte Schattenplätze.
Als indigene Art unserer Bergregionen spielt die Großblättrige Schafgarbe eine wichtige Rolle im ökologischen Gefüge feuchter Standorte. Durch ihren Status als Archäophyt beziehungsweise einheimische Pflanze ist sie perfekt in die lokalen Lebensgemeinschaften integriert. In deinem Garten bietet sie an halbschattigen Plätzen eine verlässliche Anlaufstelle für die Insektenwelt, die auf nährstoffreiche Standorte angewiesen ist. Da sie in der freien Natur als extrem selten (Rote Liste R) eingestuft wird, leistet die Ansiedlung im Garten einen Beitrag zum Erhalt dieser speziellen Flora. Ihre stabilen Stängel bieten zudem im Winter Struktur für überwinternde Lebewesen.
Bitte achte darauf, dass die Großblättrige Schafgarbe als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie kann bei Kontakt bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Da sie jedoch optisch gut von giftigen Doldenblütlern unterscheidbar ist, besteht für erfahrene Gärtner keine unmittelbare Verwechslungsgefahr im Beet.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.56 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, da die Pflanze direkte Mittagssonne meidet.
Der Boden sollte "frisch" sein, was bedeutet, dass die Erde gleichmäßig mäßig feucht bleiben muss und nie ganz austrocknen darf.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen boden, der reich an Humus und Nährstoffen ist.
Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr unterstützt das kräftige Wachstum ideal.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 50 Zentimetern ein, da sie recht ausladend wächst.
Ein Rückschnitt nach der Blüte ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Optik ordentlich halten.
Die Vermehrung ist unkompliziert durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr möglich.
Gute Partnerin: Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus). Beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche, frische Böden im Halbschatten und ergänzen sich optisch durch den Kontrast von weißen Schirmen und blauen Blütenkerzen.
Die Großblättrige Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind feuchte Hochstaudenfluren (nährstoffreiche Pflanzengesellschaften in Gebirgslagen) und lichte Waldränder. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre weißen Zungenblüten aus, die in flachen Schirmrispen angeordnet sind, sowie durch die namensgebenden, großen und fiederspaltigen Blätter. In der Natur gilt sie als selten und wird in der Roten Liste unter dem Status R (extrem selten oder nur geografisch beschränkt vorkommend) geführt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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