Bild folgtKI-generierte IllustrationAchillea pratensis
Auch bekannt als: Achillea pratensis
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die fein gefiederten, fast farnartigen Blätter und die dichten, weißen Scheindolden (schirmartige Blütenstände), an denen du die Wiesen-Schafgarbe sofort erkennst. Im Naturgarten ist sie ein echter Vieleskönner, da sie von Mai bis in den tiefen November hinein blüht und so eine verlässliche Nahrungsquelle darstellt. Davon profitieren spezialisierte Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia). Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die ökologische Lücken schließt und wenig Ansprüche stellt, ist sie die perfekte Wahl. Hol dir diesen heimischen Klassiker in dein Beet.
Dauerblüher von Mai bis November: Die verlässliche Tankstelle für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Wiesen-Schafgarbe eine Schlüsselart für zahlreiche Schmetterlinge. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Feurige Scheckenfalter (Melitaea ornata) nutzen sie als Nektarquell. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) profitieren von dem Angebot. Da die Blütezeit bis in den November reicht, dient sie als eine der letzten energiereichen Tankstellen im Gartenjahr. Durch ihre Mykorrhiza-Verbindung trägt sie zudem aktiv zur Gesundheit des Bodenökosystems bei.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da der Kontakt mit dem Pflanzensaft bei manchen Menschen eine Schafgarbendermatitis (Hautreizung durch Lichtempfindlichkeit) auslösen kann. Trage bei empfindlicher Haut sicherheitshalber Handschuhe beim Rückschnitt. Eine Verwechslung mit hochgiftigen Doldenblütlern ist aufgrund der sehr spezifischen, fein gefiederten Blätter und des aromatischen Dufts nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Nov
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und gedeiht prächtig in normalem Gartenboden.
Feuchtigkeit: Sie bevorzugt frische Standorte, was bedeutet, dass der Boden mäßig feucht, aber niemals staunass sein sollte.
Pflanzzeit: Setze die Schafgarbe am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Sie ist äußerst robust und benötigt kaum zusätzliche Düngung. Ein Rückschnitt nach der ersten Hauptblüte fördert oft einen kräftigen zweiten Austrieb.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich moderat über Wurzelausläufer aus und kann im Frühjahr leicht geteilt werden.
Besonderheit: Sie geht eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, was ihre Widerstandskraft stärkt.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist der Wiesensalbei (Salvia pratensis). Beide teilen sich gerne sonnige, frische Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrer ökologischen Funktion.
Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea pratensis) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Ihr typischer Lebensraum sind frische Wiesen und Weiden der Tieflagen bis in mittlere Gebirgslagen. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ihre wechselständigen Blätter und die charakteristischen körbchenförmigen Blütenstände aus.
3 Videos zu Wiesen-Schafgarbe



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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