Bild folgtKI-generierte IllustrationAcipenser gueldenstaedtii
Auch bekannt als: Donau-Stör, Ossietra-Stör, Russischer Stör, Waxdick
Der Russische Stör (Acipenser gueldenstaedtii) ist ein urzeitlich anmutender Fisch, der durch seine spindelförmige Gestalt, die fünf markanten Reihen aus Knochenschilden und seine kurze, abgerundete Schnauze auffällt. Ursprünglich bewohnt er als anadromer (zwischen Meer und Fluss wandernder) Fisch die großen Flusssysteme Osteuropas, wird hierzulande jedoch meist in sehr großen Teichanlagen gehalten. Im Februar verharrt das Tier in einer Phase reduzierter Aktivität am frostfreien Grund des Gewässers. Die Fortpflanzung findet in der Natur auf kiesigem Untergrund in strömungsreichen Flussabschnitten statt, was in einem gewöhnlichen Garten kaum nachzubilden ist. Er ernährt sich benthisch (am Gewässergrund lebend), indem er mit seinen empfindlichen Barteln den Boden nach wirbellosen Kleintieren absucht. Falls Sie dieses Tier im eigenen Teich beobachten, ist eine exzellente Sauerstoffversorgung lebensnotwendig, da Störe sehr empfindlich auf Sauerstoffmangel reagieren. Beachten Sie bitte die enorme Endgröße von über zwei Metern, die eine Haltung in Standardteichen oft unmöglich macht. Ein Schutzstatus besteht weltweit, da die natürlichen Bestände in ihren Heimatregionen durch Überfischung und Flussverbauungen fast verschwunden sind. Ein Aussetzen in die freie Natur ist streng untersagt, um die heimische Biodiversität (Vielfalt der Arten) nicht zu gefährden. In einem naturnahen Garten ist dieser Fisch ein faszinierender Gast, der jedoch sauberes und kühles Wasser ohne starke Veralgung benötigt.
Der Russische Stör ist durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen streng geschützt und darf niemals der Natur entnommen werden. Ein Umsetzen von Tieren aus privater Haltung in öffentliche Gewässer ist gesetzlich verboten, um ökologische Schäden zu vermeiden. Der Fisch ist für Menschen völlig harmlos und besitzt keinerlei Giftstoffe.
Die taxonomische Einordnung erfolgt in die Familie der Störe (Acipenseridae) innerhalb der Ordnung der Störartigen. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Einzugsgebiete des Kaspischen, Schwarzen und Asowschen Meeres. Der Fisch führt eine benthische (bodengebundene) Lebensweise und erreicht in der Natur oft eine Körperlänge von 120 bis 230 Zentimetern. Er gilt als langlebige Art, die erst nach vielen Jahren die Geschlechtsreife erlangt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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