Bild folgtKI-generierte IllustrationAcipenser naccarii
Auch bekannt als: Adriatischer Stör
Der Adriatische Stör (Acipenser naccarii) ist ein stattlicher Wanderfisch mit einer langgestreckten Körperform, einer asymmetrischen Schwanzflosse und fünf Längsreihen aus knöchernen Schildern anstelle von Schuppen. Dieser Fisch bewohnt als Wanderer, fachsprachlich diadrom (zwischen Meer und Süßwasser wechselnd), sowohl Küstengewässer als auch tiefere Flussabschnitte. In gewöhnlichen Gartenteichen ist er aufgrund seiner beträchtlichen Endgröße und seiner hohen Ansprüche an Sauerstoffgehalt nicht anzutreffen. Die Fortpflanzung erfolgt in tiefen Fließgewässern, wobei die Tiere potamodrom (innerhalb des Flusssystems wandernd) zu ihren Laichplätzen ziehen. Da diese Art vom Aussterben bedroht ist, steht sie unter strengem Schutz. Wenn Du ein großes Gewässer am Garten hast, ist der Erhalt einer natürlichen Uferstruktur und der Verzicht auf Düngemittel der beste Beitrag zum Gewässerschutz. Als Grundfisch ernährt sich die Gruppe der Störe benthisch (am Gewässerboden) von wirbellosen Tieren. In einem naturnahen Garten kannst Du indirekt helfen, indem Du den Eintrag von Schadstoffen in das Grundwasser minimierst, was letztlich den großen Flusssystemen zugutekommt.
Diese Art ist streng geschützt und darf unter keinen Umständen aus der Natur entnommen oder ohne Genehmigung umgesiedelt werden. Da er vom Aussterben bedroht ist, sind Wildfunde für die Wissenschaft melderelevant. Der Fisch besitzt keine Gifte und ist für den Menschen völlig ungefährlich.
Die taxonomische Einordnung erfolgt in die Familie der Störe (Acipenseridae) innerhalb der Ordnung der Störartigen. Ursprünglich ist der Fisch im adriatischen Raum beheimatet, kommt jedoch in Mitteleuropa vereinzelt in speziellen Haltungen vor. Er lebt benthisch (bodennah) und erreicht Längen von bis zu 200 Zentimetern. Als langlebige Art erreicht er erst nach vielen Jahren seine Geschlechtsreife und zeigt eine hohe Standorttreue zu seinen Laichgewässern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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