Bild folgtKI-generierte IllustrationAcipenser nudiventris
Auch bekannt als: Dick, Dick-Stör, Dickstör, Glatt-Stör, Glattdick, Glattstör, Schip
Der Glattstör (Acipenser nudiventris) ist ein großwüchsiger Fisch mit spindelförmigem Körper und markanten Knochenreihen, der bevorzugt in den tiefen Zonen großer, sauerstoffreicher Flüsse lebt. Als Bewohner von Fließgewässern (Gewässer mit ständiger Strömung) ist er in einem gewöhnlichen Gartenteich nicht anzutreffen, da er weite Wanderwege und spezifische Bodenstrukturen benötigt. Diese Art ist benthisch (am Gewässerboden lebend) und sucht im Sediment nach Nahrung, wobei sie sauberes Wasser und kiesige Untergründe bevorzugt. Da der Fisch potamodrom (innerhalb des Süßwassers wandernd) ist, reagiert er sehr empfindlich auf Querbauwerke wie Wehre, die seine Laichwanderungen unterbrechen. Er steht als FFH-Art (Art der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) unter strengstem europäischem Schutz und gilt in vielen Regionen als vom Aussterben bedroht. Du kannst zum Schutz beitragen, indem du in deinem Garten auf Pestizide verzichtest, die über das Grundwasser in die Flüsse gelangen könnten. Die Durchgängigkeit und Naturbelassenheit unserer großen Ströme ist für das Überleben dieses urtümlichen Tieres entscheidend. Beobachtungen sind aufgrund der extremen Seltenheit ein ganz besonderes Naturereignis.
Der Glattstör ist durch nationale und internationale Gesetze streng geschützt und darf keinesfalls gefangen oder entnommen werden. Er ist für den Menschen vollkommen harmlos, besitzt keine Giftstoffe und verhält sich friedlich. Ein Umsetzen in private Teiche ist streng untersagt.
Taxonomisch gehört der Glattstör (Acipenser nudiventris) zur Familie der Störe (Acipenseridae) innerhalb der Gattung Acipenser. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst die Einzugsgebiete des Schwarzen und Kaspischen Meeres sowie die Donau. Als langlebiger Fisch erreicht er erst spät die Geschlechtsreife und führt eine wandernde Lebensweise zwischen verschiedenen Flussabschnitten. Er ernährt sich am Boden von wirbellosen Kleintieren, die er im Substrat (Bodenmaterial) aufspürt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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