Bild folgtKI-generierte IllustrationAcipenser stellatus
Auch bekannt als: Scherg, Sternhausen
Der Sternhausen (Acipenser stellatus) ist ein bis zu zwei Meter langer, sehr schlanker Fisch mit einer markant verlängerten Schnauze und hellen, sternförmigen Knochenschilden auf dunkler Haut, der vorwiegend in großen Flusssystemen lebt. In Deinem Garten wirst Du diesen imposanten Gast nur finden, wenn Du einen außergewöhnlich großen und tiefen Teich mit fließender Wasserkomponente besitzt. Er ist potamodrom (innerhalb von Flusssystemen wandernd) und benötigt für sein Wohlbefinden sehr sauberes, sauerstoffreiches Wasser sowie eine kiesige Bodenstruktur. Da er benthisch (die Bodenzone bewohnend) lebt, sucht er mit seinen empfindlichen Barteln nach Nahrung am Grund. Die Art ist aufgrund von Flussverbauungen heute extrem selten und gilt als streng geschützt. In privaten Teichen muss unbedingt auf eine leistungsstarke Filterung und den Verzicht auf chemische Algenmittel geachtet werden, da Störe darauf sehr empfindlich reagieren. Ein naturnaher Garten trägt durch den Verzicht auf Pestizide dazu bei, dass keine Schadstoffe in das Grundwasser und damit in die großen Flüsse gelangen. So unterstützt Du indirekt den Erhalt der natürlichen Lebensräume dieser urzeitlichen Fische. Die Beobachtung eines solchen Tieres im eigenen Teich erfordert viel Fachwissen und eine sorgfältige Wasserpflege.
Der Sternhausen ist durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) streng geschützt und darf nicht aus der Natur entnommen werden. Er ist für Menschen völlig harmlos und besitzt keine Giftstoffe. Achte bei einer Haltung in Großanlagen auf ausreichend Sauerstoff, da die Tiere bei Hitze schnell in Notgeraten.
Innerhalb der Familie der Störe (Acipenseridae) gehört der Sternhausen zur Gattung Acipenser und besiedelt ursprünglich die Regionen des Kaspischen und Schwarzen Meeres. Er erreicht eine Körperlänge von bis zu 220 Zentimetern und kann über 30 Jahre alt werden. Seine Lebensweise ist anadrom (zum Laichen vom Meer in Flüsse aufsteigend), wobei er sich von wirbellosen Kleintieren des Gewässergrundes ernährt. Heute gilt die Art weltweit als vom Aussterben bedroht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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