Bild folgtKI-generierte IllustrationAcronicta strigosa
Auch bekannt als: Striemen-Rindeneule
An den feinen, dunklen Längsstrichen auf den staubgrauen Vorderflügeln lässt sich die Striegeleule (Acronicta strigosa) sofort erkennen. Dieser Falter gehört zu den eher seltenen Gästen und erreicht trotz seiner zierlich wirkenden Gestalt ein für seine Gattung beachtliches Gewicht von etwa 0,05 Gramm. Du wirst den nachtaktiven Falter vor allem zwischen April und September beobachten können, wenn er auf Nahrungssuche geht. Die Art lebt oligophag (auf wenige Pollen- oder Futterquellen spezialisiert) und ist für ihre Raupenentwicklung zwingend auf heimische Gehölze angewiesen. Besonders gerne legen die Weibchen ihre Eier an den Blättern von Weißdorn (Crataegus) oder Schlehe (Prunus spinosa) ab, die den Larven als einzige Nahrungsquelle dienen. Den Winter überdauert das Tier als Puppe (Ruhestadium der Metamorphose) im Boden oder in der schützenden Laubschicht deines Gartens. Da sie eine Vorliebe für kühle Standorte hat, fühlt sie sich in naturnahen Gärten mit schattigen Heckenplätzen besonders wohl. Du kannst diesen nützlichen Nachtfalter aktiv fördern, indem du auf heimische Wildsträucher setzt und das herbstliche Laub unter den Büschen als Winterquartier liegen lässt. Ein Verzicht auf künstliche Beleuchtung im Garten hilft dem Tier zudem, bei seinen nächtlichen Flügen die Orientierung zu behalten.
Die Striegeleule ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, von dem keinerlei Gefahr für Mensch oder Haustier ausgeht. Da die Art in vielen Regionen als gefährdet gilt, solltest du die Raupen oder Puppen nicht umbetten oder berühren. Ein naturnaher Garten ist der beste Schutz für diesen seltenen Gast.
Die Striegeleule (Acronicta strigosa) ist ein Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae). Ihre Verbreitung in unserer Region ist lückenhaft; so verzeichnet die Schweizer Datenbank zwischen 1986 und 2012 lediglich 15 gesicherte Beobachtungen. Sie besetzt eine kühle Temperaturnische (bevorzugter Temperaturbereich) und ist vorwiegend in feuchten Waldrändern oder strukturreichen Heckenlandschaften zu finden. Charakteristisch ist die graue Tarnfärbung der Vorderflügel, während die Larven durch ihre grüne Färbung perfekt an das Laub von Rosengewächsen angepasst sind.
Körpergröße
large
Nahrung
oligophagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
cold
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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