Bild folgtKI-generierte IllustrationAdenophora liliifolia
Auch bekannt als: Campanula liliifolia
Schon von weitem fällt die Wohlriechende Schellenblume (Adenophora liliifolia) durch ihre hellblauen, glockenförmigen Blüten auf, aus denen der lange Griffel – das weibliche Fortpflanzungsorgan – wie ein Klöppel weit herausragt. In deinem Garten leistest du mit dieser Pflanze einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz, da sie auf der Roten Liste 1 steht und somit vom Aussterben bedroht ist. Sie lebt in Symbiose mit der Arbuskulären Mykorrhiza (einem nützlichen Wurzelpilz), was sie besonders widerstandsfähig macht. Da sie als Indigen (ursprünglich einheimisch) gilt, passt sie perfekt in unsere regionalen Ökosysteme. Mit ihrer Ansiedlung bewahrst du eine botanische Kostbarkeit vor dem Verschwinden. Hast du schon einen halbschattigen Platz für diese seltene Schönheit reserviert?
Botanische Kostbarkeit: Hol dir die vom Aussterben bedrohte Schönheit in den Garten
Die ökologische Bedeutung der Wohlriechenden Schellenblume ist aufgrund ihres Status auf der Roten Liste 1 (vom Aussterben bedroht) als kritisch hoch einzustufen. In Gärten fungiert sie als wertvolle Genreserve für eine Art, die in der freien Landschaft fast verschwunden ist. Durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine enge Verbindung mit Bodenpilzen, fördert sie ein gesundes Bodenleben und die Vernetzung im Erdreich. Da sie eine indigene (heimische) Art ist, ist sie vollständig in das mitteleuropäische Ökosystem integriert. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bereichert sie als spätblühende Glockenblume das Nahrungsangebot in halbschattigen Bereichen deines Gartens.
Die Wohlriechende Schellenblume ist als nicht kindersicher eingestuft. Da sie Inhaltsstoffe besitzen kann, die bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen, sollten Kinder und Haustiere nicht davon essen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen besteht kaum, sofern man auf den charakteristischen, weit herausragenden Griffel in den Glockenblüten achtet.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.47 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, da die Pflanze vor starker Mittagssonne geschützt werden möchte.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein und niemals vollständig austrocknen.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) bevorzugt sie einen normalen Gartenboden, der weder zu mager noch übermäßig gedüngt ist.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte darauf, das Erdreich um die Pflanze nicht tiefgründig zu hacken, um die Mykorrhiza (Wurzelpilze) nicht zu beschädigen.
Da sie eine seltene Wildpflanze ist, benötigt sie nach dem Anwachsen kaum Pflege und sollte möglichst ungestört bleiben.
Eine Vermehrung über Aussaat ist möglich, erfordert aber Geduld, da Wildarten oft unregelmäßig keimen.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) eignet sich hervorragend, da beide Arten ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte teilen und gemeinsam in natürlichen Auenlandschaften vorkommen.
Die Wohlriechende Schellenblume (Adenophora liliifolia) gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als Indigen oder Archäophyt (alteingesessene Art) besiedelt sie natürlicherweise lichte Wälder und feuchte Wiesen. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren aufrechten Wuchs und die namensgebenden, zart duftenden Glockenblüten in lockeren Trauben aus. Ein wichtiges Merkmal für dich als Gärtner ist ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel, die den Nährstoffaustausch im Boden verbessert.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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