Bild folgtKI-generierte IllustrationAdonis flammea
Auch bekannt als: Brennendes Teufelsauge, Scharlach-Adonis, Brennendes Adonisröschen
Kaum zu übersehen: Das Flammen-Adonisröschen (Adonis flammea) leuchtet mit seinen intensiv scharlachroten Blütenblättern, die meist einen schwarzen Fleck am Grund tragen, auffällig aus dem Grün hervor. Die fein gefiederten Blätter geben der Pflanze ein beinahe farnartiges Aussehen. Als Bewohnerin seltener Trockenstandorte ist sie bei uns vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste 1. Mit ihrer Ansiedlung bewahrst du ein wertvolles Stück unserer heimischen Flora vor dem Verschwinden. Wenn du einen trockenen, kalkhaltigen Platz im Halbschatten hast, ist diese Rarität genau die richtige Wahl für dich.
Rote-Liste-Rarität: Hol dir ein feuriges Stück Naturgeschichte in deinen Garten.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten liegen für diese seltene Art keine spezifischen Bindungen an einzelne Insekten vor. Dennoch ist das Flammen-Adonisröschen (Adonis flammea) ökologisch höchst bedeutsam, da es zur gefährdeten Segetalflora (Ackerwildkraut-Gemeinschaft) gehört. Die Bestände in der freien Natur sind so stark zurückgegangen, dass die Art auf der Roten Liste 1 geführt wird. In deinem Garten dient sie als wertvoller Gen-Spender und erhält eine Pflanzenart, die auf intensive Landwirtschaft extrem empfindlich reagiert. Ihre Samen stellen zudem eine potentielle Nahrungsquelle für bodennah lebende Kleintiere dar.
Vorsicht ist bei Kindern und Haustieren geboten, da die Pflanze nicht kindersicher und in allen Teilen giftig ist. Sie enthält herzwirksame Glykoside (Pflanzengifte), die typisch für viele Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) sind. Verwechslungen sind mit dem Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis) möglich, das jedoch kahle Stängel besitzt.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.34 m
Wähle für dein Flammen-Adonisröschen (Adonis flammea) einen Platz im Halbschatten.
Der Boden sollte trocken und vor allem nährstoffarm sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Eine Pflanzung ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November möglich, sofern der Boden offen ist.
Im Februar herrscht meist noch Ruhe, doch du kannst bereits den Standort für das Frühjahr vorbereiten.
Achte darauf, dass der Untergrund kalkreich und gut durchlässig bleibt.
Verzichte unbedingt auf Dünger, da dies das Wachstum konkurrenzstarker Gräser fördert.
Da die Art oft winterannuell (im Herbst keimend) wächst, solltest du den Boden nach der Aussaat nicht mehr tief hacken.
Lass die Samenstände im Sommer stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat vermehren kann.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze nach der Samenreife meist vergeht.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) - beide teilen die Vorliebe für trockene, kalkhaltige Standorte.
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da sie die Pflanzengesellschaft magerer Standorte nachempfindet.
Das Flammen-Adonisröschen (Adonis flammea) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) innerhalb der Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt die Art als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen (einheimisch). Sie besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und kalkreiche Äcker. Charakteristisch ist der behaarte Stängelgrund, der sie von verwandten Arten unterscheidet.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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