Bild folgtKI-generierte IllustrationAglia tau
Auffaellig ist der Nagelfleck durch seine stattliche Groesse und die vier markanten dunklen Augenflecken auf den ockergelben Fluegeln. Du erkennst den Falter zudem an seinem lebhaften, fast taumelnden Flug in der Fruehlingssonne. Da die Art polyphag (auf viele verschiedene Futterpflanzen spezialisiert) lebt, legen die Weibchen ihre Eier an verschiedenen heimischen Gehoelzen ab. Besonders beliebt sind die Rotbuche (Fagus sylvatica), die Haengebirke (Betula pendula) und die Stieleiche (Quercus robur). Pro Jahr entwickelt sich lediglich eine Generation dieses schoenen Nachtfalters. Waehrend die Raupen im Fruehsommer intensiv an den Blaettern dieser Baeume fressen, nehmen die erwachsenen Falter keine Nahrung mehr zu sich. Sie leben nur wenige Tage, um sich zu paaren. Die Ueberwinterung erfolgt als Puppe (Ruhestadium zwischen Raupe und Falter) am Boden. Du kannst das Tier foerdern, indem du in deinem Garten auf heimische Laubbaeume setzt und das Herbstlaub unter den Baeumen liegen laesst. Diese Streuschicht (natuerliche Schicht aus abgefallenem Laub) ist lebensnotwendig fuer den Schutz der Puppen vor Frost. Vermeide im Fruehjahr das Umgraben unter Gehoelzen, um die im Boden ruhenden Tiere nicht zu gefaehrden.
Der Nagelfleck ist ein voellig harmloser und gern gesehener Gartenbesucher, da er weder stechen noch beissen kann. Du solltest gefundene Puppen im Laub unberuehrt lassen, um die Entwicklung dieser heimischen Art zu unterstuetzen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Tieren besteht nicht.
Der Nagelfleck (Aglia tau) gehoert zur Familie der Pfauenspinner (Saturniidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Er ist in Mitteleuropa weit verbreitet, was unter anderem durch ueber 200 dokumentierte Sichtungen in der Schweiz belegt ist. Mit einer Koerpermasse von etwa 0,22 Gramm gehoert er zu den stattlichen Erscheinungen der heimischen Insektenwelt. Die Art bevorzugt Standorte mit gemaessigten Temperaturen und ist charakteristisch fuer naturnahe Laubmischwaelder. Die Maennchen sind tagaktiv und fallen durch ihren schnellen Suchflug auf, waehrend die Weibchen eher in der Daemmerung aktiv werden.
Körpergröße
large
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
intermediate
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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