Bild folgtKI-generierte IllustrationAgonum fuliginosum
An seinem flachen, tiefbraun bis schwarz glänzenden Körper lässt sich der Kleine Flachläufer (Agonum fuliginosum) sofort erkennen. Du entdeckst diesen flinken Käfer meist in bodennahen, feuchten Gartenbereichen, da er als Insekt besonders empfindlich auf Austrocknung reagiert. Dieser heimische Erdbewohner bringt pro Jahr eine Generation hervor, wobei die Fortpflanzung vorwiegend im Frühjahr stattfindet. Das Weibchen legt seine Eier einzeln in feuchte Erde oder zwischen verrottendes Laub ab, da dort die Bedingungen für den Nachwuchs ideal sind. Da der Kleine Flachläufer ein Prädator (Räuber) ist, besucht er keine Blüten für Nektar, sondern ernährt sich von kleinsten wirbellosen Tieren. Seine Larven leben ebenfalls räuberisch in der Bodenoberfläche und tragen zur biologischen Schädlingskontrolle bei. Das Tier überwintert als Imago (erwachsenes Insekt) in der Bodenstreu oder unter Totholz in einer Kältestarre (Zustand verlangsamter Stoffwechselprozesse). Um diese Art in deinem Garten zu fördern, solltest du feuchte Ecken mit heimischen Seggen (Carex) oder Moosen erhalten und auf das großflächige Aufräumen von Laub verzichten. Ein kleiner Haufen aus Ästen und Laub dient ihm als perfektes Winterquartier.
Völlig harmlos und ein nützlicher Helfer im Garten, der zur natürlichen Regulation kleiner Schädlinge beiträgt. Es besteht keine Stech- oder Beißgefahr für den Menschen. Da Laufkäfer empfindlich auf chemische Pflanzenschutzmittel reagieren, ist ein ökologisch bewirtschafteter Garten ihr sicherster Rückzugsort.
Der Kleine Flachläufer gehört zur Familie der Laufkäfer (Carabidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Er ist in Mitteleuropa weit verbreitet und bevorzugt als Lebensraum schattige, feuchte Wälder, Uferzonen und naturnahe Gärten. Mit einer Körperlänge von etwa 5 bis 8 Millimetern zählt er zu den kleineren Vertretern seiner Gattung. Charakteristisch für diese Art ist die abgeflachte Körperform und die feinen Längsrillen auf den Deckflügeln, die ihn von ähnlich gefärbten, aber gewölbteren Käfern unterscheiden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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