Bild folgtKI-generierte IllustrationAgyneta cauta (O.Pickard-Cambridge, 1903)
Das Zweilappige Boxerweberchen ist eine unauffällige, kaum zwei Millimeter große Spinne, die bodennah waagerechte Baldachinnetze (deckenartige Gespinste) zwischen Halmen und Laub webt. Du findest diesen nützlichen Mitbewohner vor allem in der Krautschicht oder direkt in der Bodenstreu Deines Gartens. Mit seinen feinen Netzen fängt das Tier kleine Insekten wie Blattläuse oder Mücken ab und fungiert so als natürlicher Pflanzenschutz. Da die Spinne sehr klein ist, übersieht man sie leicht, doch ihre Arbeit als Regulator von Kleinstlebewesen ist für das ökologische Gleichgewicht wertvoll. Die Jagd erfolgt passiv: Beutetiere verfangen sich in den Stolperfäden und werden von der unterhalb des Netzes wartenden Spinne blitzschnell erbeutet. Du kannst das Tier unterstützen, indem Du im Garten wilde Ecken mit Falllaub oder Moos belässt. Solche Strukturen dienen als Rückzugsort und Jagdrevier zugleich. Verzichte darauf, bodennahe Gespinste zu entfernen, da diese für das Überleben der Art essenziell sind. Ein naturnaher Garten mit einer intakten Bodenoberfläche ist die beste Lebensgrundlage für diese heimische Spinne. Durch das Vermeiden von chemischen Mitteln schützt Du die empfindliche Fauna in der Humusschicht (oberste, organische Bodenschicht).
Diese Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos. Da sie sehr klein ist, können ihre Kieferklauen die menschliche Haut nicht durchdringen, weshalb bei der Gartenarbeit keinerlei Vorsichtsmaßnahmen nötig sind.
Das Zweilappige Boxerweberchen (Agyneta cauta) gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae). Die Art ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Belgien verbreitet und gilt dort als heimisch. Mit einer Körperlänge von etwa zwei Millimetern besetzt sie spezialisierte Nischen am Gartenboden. Als terricole (bodenbewohnende) Art bevorzugt sie bodennahe Strukturen für ihren Netzbau und ihre Fortpflanzung.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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