Bild folgtKI-generierte IllustrationAgyneta subtilis (O.Pickard-Cambridge, 1863)
Das Zweizahnige Boxerweberchen (Agyneta subtilis) ist eine winzige, unauffällig gefärbte Baldachinspinne, die meist weniger als drei Millimeter misst und bevorzugt am Boden lebt. Als geschickte Jägerin webt sie charakteristische, horizontale Baldachinnetze (waagerechte Gespinste), unter denen sie kopfunter auf Beute lauert. Durch diese spezielle Jagdstrategie erbeutet die kleine Spinne vor allem Springschwänze, Blattläuse und kleine Mücken, die in das Gespinst fallen. In deinem Garten übernimmt sie damit eine wertvolle Rolle als natürlicher Regulator kleiner Schädlinge. Du findest sie besonders häufig in feuchter Bodenstreu (abgefallenes Laub) oder in Moospolstern, wo sie Schutz vor Austrocknung findet. Es ist für die Artenvielfalt in deinem Grün sehr förderlich, wenn du Ecken mit altem Laub oder Mulchschichten (Bodenbedeckung aus Pflanzenresten) einfach belässt. Diese Strukturen dienen dem Boxerweberchen als wichtiges Jagdrevier und geschützter Rückzugsort. Da die Tiere so winzig sind, übersiehst du sie vielleicht leicht, doch leisten sie im Verborgenen stetige Arbeit für das ökologische Gleichgewicht. Indem du auf Pestizide (chemische Pflanzenschutzmittel) verzichtest, sicherst du das Überleben dieser nützlichen Helfer. Ein naturnaher Garten mit vielen natürlichen Verstecken ist ihr idealer Lebensraum. Lass die kleinen Netze am Boden einfach unberührt, damit die Tiere ungestört jagen können.
Diese kleine Spinne ist für dich vollkommen harmlos, da sie die menschliche Haut mit ihren winzigen Kieferklauen (Cheliceren) nicht durchdringen kann. Es besteht keinerlei Gefahr für dich, deine Kinder oder deine Haustiere im Garten. Eine Verwechslung mit anderen Arten der Zwergspinnen ist aufgrund der Größe häufig, bleibt aber ohne Folgen für die Sicherheit.
Das Zweizahnige Boxerweberchen (Agyneta subtilis) gehört zur Ordnung Araneae (Webspinnen) und zur Familie der Linyphiidae (Baldachinspinnen). Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet, mit gesicherten Nachweisen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit ihrer geringen Körpergröße zählt sie zur Mikrofauna (Kleinstlebewesen), die für die Bodenökologie wichtig ist. Ihre Lebensweise ist eng an die Krautschicht und die feuchte Bodenoberfläche gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →