
Ajuga chamaepitys
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Auch bekannt als: Teucrium chamaepitys
An seinen schmalen, fast nadelartigen Blättern und den leuchtend gelben Lippenblüten lässt sich der Gelbe Günsel (Ajuga chamaepitys) sofort erkennen. Er ist ein Spezialist für extrem trockene und magere Standorte und unterscheidet sich deutlich von seinen blauen Verwandten. Da die Art in der Roten Liste als stark gefährdet (Stufe 2) geführt wird, leistest du mit seiner Ansiedlung im Garten einen echten Beitrag zum Schutz seltener Flora. Er besiedelt offene Bodenstellen, die in unserer Kulturlandschaft immer seltener werden. Wenn du ihm ein sonniges Plätzchen gönnst, schaffst du ein wichtiges Refugium für die Artenvielfalt auf kargen Böden.
Seltener Überlebenskünstler: Stark gefährdete Schönheit für sonnige Magerbeete.
Aufgrund seiner langen Blütezeit von Mai bis September stellt der Gelbe Günsel eine kontinuierliche Nahrungsquelle für Pollensammler dar. In trockenen Sommern, wenn viele andere Wiesenpflanzen bereits verblüht sind, bietet er eine verlässliche Anlaufstelle für spezialisierte Insekten. Da er auf der Roten Liste 2 steht, fungiert jede Ansiedlung als wertvolles Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) zur Erhaltung dieser bedrohten Art. Er fördert die biologische Vielfalt in Gartenbereichen, die für anspruchsvollere Pflanzen zu extrem und karg sind.
Der Gelbe Günsel ist als nicht kindersicher eingestuft. Bei Verzehr können Unverträglichkeiten auftreten, weshalb er außerhalb der Reichweite kleiner Kinder stehen sollte. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund seiner charakteristischen, fast nadelartigen Blattform und der spezifischen gelben Blütenfarbe nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,098 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Gelbe Günsel (Ajuga chamaepitys) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er wird als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Bevorzugt wächst er in lückigen Trockenrasen (nährstoffarme, sonnige Wiesen) oder auf Kalk-Scherbenäckern. Sein Wuchs ist niedrig und oft behaart, wobei die Blätter meist dreiteilig gespalten sind. Dies verleiht ihm ein fast kiefernartiges Aussehen, was ihn von anderen Günsel-Arten klar unterscheidet.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1927365708
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.