Bild folgtKI-generierte IllustrationAkimerus schaefferi
Typisch für den Breitschulterbock (Akimerus schaefferi) ist sein kräftiger Körper mit den markant verbreiterten Schultern und der rötlich-braunen Färbung. Dieses heimische Insekt führt ein verborgenes Leben, da die Larven tief im Boden an den Wurzeln alter Eichen (Quercus robur) fressen. Jetzt im Februar befindet sich das Tier noch in der Kältestarre (ein Zustand mit stark verlangsamtem Stoffwechsel) tief im Erdreich. Du wirst den Käfer in deinem Garten nur beobachten können, wenn sehr alte Bestände dieser Bäume in der unmittelbaren Nähe wachsen. Die Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Insekt dauert bei dieser Art meist drei bis vier Jahre. Im Frühsommer schlüpfen die adulten (geschlechtsreifen) Käfer und suchen zur Nährstoffaufnahme blütenreiche Pflanzen auf. Besonders gerne besuchen sie dann heimische Sträucher wie den Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) oder den Weißdorn (Crataegus). Nach der Paarung legt das Weibchen seine Eier direkt in die Erde nahe der Baumwurzeln ab. Du kannst diese seltene Art gezielt fördern, indem du alte Eichenbestände erhältst und Wurzelstöcke niemals ausgräbst. Ein naturnaher Garten mit einer hohen Vielfalt an Doldenblütlern wie dem Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) bietet den seltenen Käfern eine wichtige Energiequelle im Sommer.
Dieses Insekt ist für den Menschen völlig harmlos und kann weder stechen noch beissen. Da der Breitschulterbock streng geschützt ist und auf der Roten Liste steht, darf er nicht gestört oder gefangen werden. Er ist ein seltener und wertvoller Gast, der die hohe ökologische Qualität deines Gartens unterstreicht.
Der Breitschulterbock (Akimerus schaefferi) gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) und zur Ordnung der Käfer (Coleoptera). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, tritt jedoch nur noch sehr lokal in Gebieten mit altem Eichenbestand auf. Mit einer Körperlänge von 15 bis 25 Millimetern ist er eine stattliche Erscheinung. Die Art ist an ihrer Färbung und den charakteristisch geformten Halsschildseiten erkennbar, was sie von anderen Bockkäfern unterscheidet. Ihre Lebensweise ist als Urwaldrelikt eng an alte Eichen (Quercus) gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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