Bild folgtKI-generierte IllustrationAlca torda Linnaeus, 1758
Auch bekannt als: Toralk, Tord-Alk, Tordalk
Den Tordalk (Alca torda) erkennst du an seinem tiefschwarzen Obergefieder, dem schneeweißen Bauch und dem hohen, seitlich zusammengedrückten Schnabel mit einer feinen weißen Querlinie. Dieser Vogel ist ein spezialisierter Fischfresser (piscivor), der seine Beute geschickt tauchend im Meer fängt. In deinem Garten wirst du diesen Meeresvogel höchstwahrscheinlich nie beobachten, es sei denn, dein Grundstück liegt direkt an der Nordseeküste oder auf Helgoland. Als Koloniebrüter (in geselligen Gruppen nistend) benötigt er keine Gebüsche oder Hecken, sondern nutzt schmale Felssimse in Steilküsten als Nistplatz. In den Wintermonaten wie dem Februar hält er sich bevorzugt auf der offenen See auf oder wird als seltener Gast in Küstennähe gesichtet. Da er ein Kurzstreckenzieher (wandert nur über geringe Distanzen) ist, bleibt er das ganze Jahr über im nordatlantischen Raum. Du kannst diesem Tier helfen, indem du Plastikmüll vermeidest, der über Flüsse ins Meer gelangen könnte, und auf nachhaltige Fischerei achtest. Herkömmliche Nistkästen oder eine Winterfütterung im Garten nimmt diese Art nicht an. Sein Ruf ist ein tiefes, kehliges Knurren, das man fast ausschließlich direkt am Brutplatz vernimmt. An Land wirkt er oft etwas unbeholfen, während er im Wasser ein extrem wendiger Jäger ist.
Der Tordalk ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt; das Betreten oder Stören der Brutplätze an den Felsen ist verboten. Es besteht eine hohe Verwechslungsgefahr mit der Trottellumme, die oft in den gleichen Kolonien brütet.
Der Tordalk gehört zur Familie der Alken (Alcidae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Sein Verbreitungsgebiet umfasst den gesamten Nordatlantik, wobei Helgoland den einzigen regelmäßigen Brutplatz in Deutschland darstellt. Er führt eine vorwiegend pelagische (auf dem offenen Meer lebende) Lebensweise und kehrt nur zur Fortpflanzung an Land zurück. Von der ähnlichen Trottellumme unterscheidet er sich durch den wuchtigeren Schnabel und den deutlich längeren, spitz zulaufenden Schwanz.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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