Bild folgtKI-generierte IllustrationAlchemilla micans
Auch bekannt als: Alchemilla micans
Du erkennst den Zierlichen Frauenmantel (Alchemilla micans) an seinen fein behaarten, fächerartigen Blättern, die im Morgenlicht oft silbrig schimmern. Als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war) ist er perfekt an unser Klima angepasst und extrem robust. Er schließt Lücken im Beet so dicht, dass Unkraut kaum eine Chance hat, und hält gleichzeitig die Feuchtigkeit im Boden. Auch wenn für diese spezielle Art noch keine detaillierten Bestäuberdaten vorliegen, dient er durch seine Guttation (aktive Ausscheidung von Wassertropfen) als wichtige Tränke für kleine Insekten. Mit diesem zierlichen Helfer bringst du eine natürliche Ruhe in deine Pflanzung.
Silbrig schimmernder Bodendecker: Die natürliche Tränke für deinen Garten.
In deinem Naturgarten übernimmt der Zierliche Frauenmantel eine wichtige Rolle als Bodenfestiger und Feuchtigkeitsspeicher. Da er dichte Teppiche bildet, schützt er das Bodenleben vor dem Austrocknen und unterdrückt unerwünschten Beiwuchs ohne Chemie. Die feinen Blatthaare fangen Tau und Regenwasser auf, das Insekten in trockenen Perioden als lebensnotwendige Wasserquelle nutzen. Auch wenn konkrete Raupenbelege in den Datenbanken fehlen, bietet das dichte Laub wertvollen Rückzugsraum für Laufkäfer und Spinnen. Im Winter bleiben die vertrockneten Reste oft als Unterschlupf für bodennah überwinternde Nützlinge stehen.
Der Zierliche Frauenmantel wird in der Datenbank als nicht uneingeschränkt kindersicher geführt. Dies liegt an den enthaltenen Gerbstoffen (zusammenziehend wirkende Pflanzenstoffe), die bei empfindlichen Personen oder beim Verzehr großer Mengen Magenbeschwerden auslösen können. Eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen ist aufgrund der sehr markanten, fächerförmigen Blattform nahezu ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.7 m
Standort: Er bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze im Garten.
Boden: Ideal ist ein frischer Untergrund. Eine Ellenberg-Feuchtezahl von 5 bis 6 bedeutet, dass er normale bis leicht feuchte Gartenerde schätzt, aber keine Staunässe mag.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt der verblühten Stängel im Spätsommer fördert oft einen frischen Blattaustrieb.
Vermehrung: Die Pflanze lässt sich im Frühjahr leicht durch Teilung des Wurzelstocks vermehren.
Kombination: Ein idealer Partner ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen sich in der Natur denselben Lebensraum und ergänzen sich optisch durch das feste Blattwerk des Frauenmantels und die feinen Fiedern der Schafgarbe.
Der Zierliche Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Er besiedelt typischerweise Fettwiesen (nährstoffreiche Wiesen) und Waldränder vom Flachland bis in die Gebirgslagen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine unscheinbaren, gelb-grünen Blütenstände aus, die keine Kronblätter besitzen und wind- oder insektenbestäubt werden. Als Hemikryptophyt (Pflanze, deren Überwinterungsknospen direkt an der Erdoberfläche liegen) ist er hervorragend gegen Frost geschützt.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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