Bild folgtKI-generierte IllustrationAlkekengi officinarum var. franchetii
Auch bekannt als: Alkekengi officinarum var. franchetii
Wer die Lampionblume (Alkekengi officinarum var. franchetii) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre leuchtend orangefarbenen, papierartigen Fruchthüllen schweben im Spätsommer wie kleine Laternen zwischen den grünen Blättern. Als heimisches Nachtschattengewächs ist sie eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten, da sie sich über unterirdische Ausläufer verbreitet und so dichte Bestände bildet. Sie lebt in einer Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer engen Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, die den Nährstoffaustausch im Erdreich verbessert. Da sie sehr vital wächst, solltest du ihr im Garten einen Platz zuweisen, an dem sie sich ausbreiten darf. Mit ihrer auffälligen Herbstfärbung setzt sie Akzente, wenn viele andere Arten bereits verblüht sind.
Leuchtende Herbstakzente und ein gesundes Bodennetzwerk für deinen Naturgarten.
In deinem Garten fördert die Lampionblume vor allem die Bodengesundheit durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM). Diese Pilzsymbiose vernetzt die Pflanze mit dem Erdreich und verbessert die Bodenstruktur nachhaltig. Während spezifische Daten zu Blütenbesuchern in der aktuellen Datenlage fehlen, bietet der dichte Blattwuchs im Sommer wichtigen Schutz für bodennah lebende Kleintiere. Im Winter dienen die stehengelassenen, skelettierten Lampions und hohlen Stängel als schützendes Quartier für überwinternde Gliedertiere wie Spinnen oder kleine Käfer. So trägt die Art zur strukturellen Vielfalt und zum Erhalt der Bodenbiologie in deiner regionalen Umgebung bei.
Die Pflanze ist nicht kindersicher, da fast alle Teile, insbesondere die unreifen Beeren, giftige Bitterstoffe enthalten. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit der essbaren Kapstachelbeere, weshalb du im Ziergarten auf den Verzehr verzichten solltest. Nur die vollreifen Beeren im Inneren der Lampions gelten als ungiftig, doch die Abgrenzung zu unreifen Stadien ist für Laien oft schwierig.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Die Lampionblume bevorzugt warme, sonnige bis halbschattige Plätze mit kalkhaltigem Boden. * Sie kommt mit normaler Gartenerde gut zurecht, solange diese nicht zu trocken ist. * Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November. * Da sie stark wandert, kannst du beim Einpflanzen eine Wurzelsperre verwenden, um den Ausbreitungsdrang zu begrenzen. * Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung der Wurzelstöcke im zeitigen Frühjahr. * Im Winter solltest du die abgestorbenen Triebe stehen lassen, da sie Struktur im Garten bieten. * Ein Rückschnitt erfolgt erst im Februar vor dem neuen Austrieb. * Als heimische Begleitpflanze eignet sich der Echte Dost (Origanum vulgare) hervorragend. * Beide Arten bevorzugen ähnliche, warme Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch ideal in der Pflanzengemeinschaft.
Die Lampionblume gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) innerhalb der Ordnung der Nachtschattenartigen. In Deutschland kommt sie vor allem an warmen Waldrändern oder auf Schuttplätzen vor. Botanisch zeichnet sie sich durch ihren krautigen Wuchs und die markante Vergrößerung des Kelches nach der Blüte aus. Die Pflanze bildet Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Form der Symbiose, bei der Pilze in die Wurzelzellen eindringen, um die Wasser- und Mineralstoffaufnahme zu optimieren.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →