Bild folgtKI-generierte IllustrationAllium obliquum
Auch bekannt als: Scharfer Gelblauch
Unverwechselbar ist der Schiefe Lauch (Allium obliquum) durch seine kugeligen, gelb-grünlichen Blütenstände und die charakteristisch in sich verdrehten Blätter. Als wilder Vertreter der Lauchgewächse bereichert er die biologische Vielfalt besonders auf mageren, sonnigen Standorten. Da er in seiner Heimat selten geworden ist, leistest du mit der Ansiedlung im Garten einen echten Beitrag zum Erhalt dieser speziellen Flora. Wenn du einen warmen Platz mit durchlässiger Erde bietest, wird er dir über Jahre hinweg Freude bereiten.
Eine seltene Wildschönheit aus Österreich für sonnige Trockenstandorte.
Der Schiefe Lauch besetzt als heimische Art Österreichs eine wichtige Nische in Trockenbiotopen (Lebensräumen). Da in der Datenbank keine spezifischen Beziehungsdaten hinterlegt sind, können keine konkreten Bestäuberarten wie spezielle Wildbienen genannt werden. Als typischer Vertreter der Wildlauche bietet er jedoch durch seine zahlreichen Einzelblüten in der Dolde (Blütenstand) eine konzentrierte Anlaufstelle für nektarsuchende Fluginsekten während der Sommermonate. Durch das Stehenlassen der verblühten Fruchtstände bis in das nächste Frühjahr hinein schaffst du zudem wichtige Überwinterungsmöglichkeiten für kleine Insekten in den hohlen Stängeln. Die Pflanzung fördert den Erhalt einer in der Natur selten gewordenen regionalen Art.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.48 m
Wähle einen vollsonnigen Standort für diesen Lauch aus.
Der Boden sollte gut durchlässig sein; er gedeiht am besten in kalkhaltiger, eher magerer Erde.
Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) muss unbedingt vermieden werden, da die Zwiebeln sonst faulen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Setze die Zwiebeln etwa 10 bis 15 Zentimeter tief in die Erde.
Im Frühling kannst du eine Gabe reifen Kompost oberflächlich einarbeiten, mehr Dünger ist meist nicht nötig.
Verblühte Stängel solltest du stehen lassen, bis sie vollständig vertrocknet sind, damit die Zwiebel Kraft für das nächste Jahr sammeln kann.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Tochterzwiebeln oder durch die Aussaat der schwarzen Samen.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Schiefe Lauch gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und ist innerhalb der Region in Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie felsige Steppenhänge. Man erkennt ihn an den kräftigen Stängeln, die eine Höhe von bis zu 60 Zentimetern erreichen können, und den flachen, graugrünen Blättern, die meist schräg (obliquum) nach oben stehen. Die dichten, kugelrunden Blütendolden erscheinen im Frühsommer und heben sich deutlich von den meist violetten Farben anderer Laucharten ab.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →