Bild folgtKI-generierte IllustrationAlopecosa farinosa (Herman, 1879)
Die Pfingst-Scheintarantel (Alopecosa farinosa) erkennst du an ihrem robusten Körperbau und der meist bräunlich-grauen Musterung, wobei sie als Wolfsspinne keine Fangnetze baut. Dieser geschickte Jäger verlässt sich ganz auf seine gut entwickelten Augen und seine hohe Laufgeschwindigkeit. Du triffst sie vorwiegend am Boden an, wo sie aktiv Jagd auf kleine Insekten macht. Da sie keine Netze webt, bezeichnet man ihre Strategie als aktive Jagd oder Lauerjagd. In deinem Garten ist sie eine höchst nützliche Mitbewohnerin, da sie die Bestände von Bodenorganismen und kleinen Schädlingen reguliert. Sie bevorzugt Lebensräume mit offenen Bodenstellen oder niedriger Vegetation, in denen sie sich schnell bewegen kann. Als Gartenbesitzer kannst du sie unterstützen, indem du Strukturen wie liegengelassenes Totholz oder Laubschichten belässt. Diese dienen ihr als Versteck und Jagdrevier zugleich. Da sie keine klebrigen Netze im Weg spannt, gibt es für dich keinen Grund, ihre Anwesenheit im Beet einzuschränken. Ein naturnaher Boden ohne Pestizide ist die beste Voraussetzung für diese nützliche Art. Durch den Verzicht auf chemische Mittel schützt du nicht nur die Spinne, sondern das gesamte ökologische Gleichgewicht in deinem grünen Reich.
Diese Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos und zudem äußerst scheu. Ein Biss ist bei dieser heimischen Art nicht zu befürchten, da sie bei Störung sofort die Flucht ergreift. Selbst wenn es zu einem seltenen Kontakt käme, ist ihr Gift für den Menschen unbedenklich.
Die Pfingst-Scheintarantel (Alopecosa farinosa) ist ein Vertreter der Familie der Wolfsspinnen (Lycosidae) in der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo sie als heimische Art fest etabliert ist. Sie führt eine überwiegend epigäische (auf der Erdoberfläche stattfindende) Lebensweise. Die Tiere sind perfekt an das Leben in der Krautschicht angepasst und nutzen ihre Schnelligkeit zur Erbeutung von Nahrung.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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