Bild folgtKI-generierte IllustrationAlopecosa sulzeri (Pavesi, 1873)
Sulzers Scheintarantel (Alopecosa sulzeri) ist eine stattliche Wolfsspinne, die durch ihre kräftige Gestalt und ihre Lebensweise als aktiver Jäger ohne Fangnetz auffällt. Du erkennst sie meist an ihrer bräunlichen Färbung, mit der sie auf dem Erdboden hervorragend getarnt ist. Diese Spinne lebt vorwiegend epigäisch (auf der Erdoberfläche lebend) und nutzt ihre Schnelligkeit, um Beutetiere zu überwältigen. In deinem Garten bevorzugt sie trockene, offene Bereiche, wo sie ungehindert über die Erde navigieren kann. Als geschickter Jäger übernimmt sie die Rolle eines natürlichen Regulators von Insekten und trägt so zum ökologischen Gleichgewicht bei. Damit ist sie ein nützlicher Bewohner, der hilft, das Vorkommen von Kleintieren in deinen Beeten natürlich zu steuern. Du kannst sie unterstützen, indem du Bodenstrukturen wie flache Steine oder Totholz belässt, die ihr als Rückzugsort dienen. Da sie keine Netze webt, entstehen durch sie keine störenden Fäden in deiner Krautschicht (Schicht der krautigen Pflanzen). Ein naturnaher Garten mit ungestörten Bodenstellen bietet dieser Art den idealen Lebensraum. Beobachte sie am besten an sonnigen Tagen, wenn sie sich am Boden aufwärmt. Wenn du sie in deinem Garten findest, ist das ein hervorragendes Zeichen für einen funktionierenden Artenreichtum. Lass das Tier einfach gewähren, da es einen wertvollen Beitrag zur Insektenkontrolle leistet.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und verhält sich nicht aggressiv. Bei einer Begegnung flüchtet sie schnell in Bodenritzen oder unter Vegetation. Ein Biss ist nicht zu befürchten, da das Tier den direkten Kontakt zu Menschen meidet.
Die Sulzers Scheintarantel (Alopecosa sulzeri) wird taxonomisch in die Familie der Wolfsspinnen (Lycosidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae) eingeordnet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo sie als heimische Art gilt. Sie führt eine räuberische Lebensweise am Boden und verzichtet auf den Bau von Fangnetzen. Mit ihrer für mitteleuropäische Verhältnisse beachtlichen Körpergröße stellt sie einen markanten Vertreter der epigäischen Bodenfauna dar.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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