Bild folgtKI-generierte IllustrationAlopex lagopus
Auch bekannt als: Eisfuchs, Polarfuchs
Du erkennst den Polarfuchs (Alopex lagopus) an seinem extrem dichten Fell, den kurzen, abgerundeten Ohren und der kompakten, rundlichen Körperform. Als geschickter Einzeljäger und Opportunist (Nutzer günstiger Gelegenheiten) passt er seine Jagdstrategie flexibel an sein Umfeld an. Er erbeutet gezielt Halsbandlemminge (Dicrostonyx torquatus), Arktische Hasen (Lepus arcticus) und verschiedene Vögel wie Ross-Gänse (Anser rossii), Alpenschneehühner (Lagopus muta) oder Eiderenten (Somateria mollissima). Auch Lachmöwen (Chroicocephalus ridibundus), Schneeeulen (Bubo scandiacus) und Kraniche (Grus grus) gehören zu seinem Beutespektrum, während er an Küsten Sturmschwalben (Hydrobates pelagicus) jagt oder Grauwale (Eschrichtius robustus) als Aas (tote Tierkörper) nutzt. Sein Lebensraum ist vielseitig und reicht von offenen Flächen bis hin zu Waldrändern. Er ist sowohl tag- als auch dämmerungsaktiv und bleibt das ganze Jahr über als ganzjährig aktives Raubtier ohne Winterruhe (Zustand verringerter Aktivität) mobil. Da er in Mitteleuropa nicht wild vorkommt, kannst du ihn hier vor allem in Wildparks beobachten und so ein Bewusstsein für den Schutz dieser arktischen Jäger entwickeln.
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Die Art ist nach der europäischen FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) in den Anhängen II und IV gelistet und somit streng geschützt. Bei Begegnungen verhält sich das Tier in der Regel scheu; eine Verwechslungsgefahr besteht am ehesten mit jungen Rotfüchsen, wobei der Polarfuchs durch seine kürzeren Gliedmaßen (Beine) gut unterscheidbar ist.
Der Polarfuchs wird in die Familie der Hundeartigen (Canidae) innerhalb der Ordnung der Raubtiere (Carnivora) eingeordnet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er nicht heimisch, spielt aber als FFH-Art eine wichtige Rolle in der internationalen Biodiversität (Vielfalt des Lebens). Er erreicht eine Körperlänge von bis zu 70 Zentimetern und ein Gewicht von 3 bis 9 Kilogramm. Im Vergleich zum heimischen Rotfuchs ist er deutlich kleiner und besitzt eine kürzere Schnauze sowie kleinere Ohren, um den Wärmeverlust zu minimieren.
50 dokumentierte Beutetiere und Nahrungsquellen (GloBI)
Quelle: Global Biotic Interactions (GloBI) — Poelen et al. (2014), CC BY
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF — Taxonomic data, 1,643 occurrences
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