Bild folgtKI-generierte IllustrationAmaranthus albus
Auch bekannt als: Weisser Amarant, Weißer Fuchsschwanz
Kaum zu übersehen: Der Weiße Amarant (Amaranthus albus) fällt durch seine auffallend hellen, fast weißlichen Stängel und seinen kugeligen, buschigen Wuchs auf. Als Pionierpflanze (Art, die neu entstandene Lebensräume schnell besiedelt) ist er besonders wertvoll für offene Bodenstellen in sonnigen Gartenbereichen. Obwohl er ein Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) ist, hat er sich fest in unserer Flora etabliert und kommt ohne menschliche Hilfe zurecht. Er bietet Struktur an Stellen, an denen andere Pflanzen aufgrund von Hitze kapitulieren. Wenn du einen pflegeleichten Gast für heiße, trockene Ecken suchst, ist er eine spannende Beobachtung für dich.
Weißstängliger Überlebenskünstler für sonnige Pionierstellen im Garten.
Obwohl für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, erfüllt sie als Pionierbesiedlerin eine wichtige Funktion im Garten-Ökosystem. Sie schließt schnell Lücken auf offenem Boden und schützt diesen so vor Austrocknung und Erosion. Als einjähriges Kraut produziert der Weiße Amarant eine Vielzahl kleiner Samen, die im Winter als potenzielle Nahrungsgrundlage dienen können. Da die Pflanze nicht mykorrhiziert (keine Symbiose mit Wurzelpilzen) ist, besetzt sie eine ökologische Nische, in der sie kaum mit anderen Pflanzen um Pilzpartner konkurriert. In urbanen Hitzeinseln trägt sie zur Begrünung bei, wo andere heimische Wildpflanzen oft keine Keimbedingungen finden.
Der Weiße Amarant ist nicht als kindersicher eingestuft und sollte daher außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit anderen Amarant-Arten, die jedoch ebenfalls als nicht essbar gelten sollten. Da die Pflanze dazu neigt, Nitrate im Gewebe anzureichern, ist vom Verzehr der Pflanzenteile unbedingt abzusehen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.29 m
Bevorzugt vollsonnige, warme und geschützte Plätze im Garten.
Der Boden sollte durchlässig, nährstoffreich und eher trocken sein.
Die ideale Pflanzzeit durch Aussaat liegt zwischen April und Mai, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind.
Da die Art einjährig ist, muss sie nicht zurückgeschnitten werden; sie stirbt beim ersten Frost komplett ab.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die feinen, schwarzen Samen, die im Spätherbst ausfallen.
Gießen ist nur in der Keimphase notwendig, danach ist die Pflanze extrem trockenheitsresistent.
Eine Düngung ist meist nicht erforderlich, da die Pflanze sehr effizient Nährstoffe verwertet.
Lass die abgestorbenen Pflanzen über den Winter stehen, um den Boden vor Erosion zu schützen.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und kommen mit den kargen Verhältnissen an Wegrändern oder Beetkanten hervorragend zurecht.
Der Weiße Amarant gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika. In Mitteleuropa besiedelt er bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Standorte wie Schuttplätze) und Weinberge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er wächst einjährig und erreicht Wuchshöhen von bis zu 50 Zentimetern, wobei er sich oft am Boden verzweigt. Typisch sind die blassgrünen bis weißen Stängel und die unscheinbaren Blütenknäuel, die direkt in den Blattachseln sitzen. Er ist als NM (nicht mykorrhiziert) gelistet, geht also keine Lebensgemeinschaft mit Wurzelpilzen ein.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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