Bild folgtKI-generierte IllustrationAmaranthus blitum
Auch bekannt als: Aufsteigender Fuchsschwanz, Aufsteigender Amarant, Bleifarbiger Amarant
Artengruppe
Du erkennst den Aufsteigenden Amarant (Amaranthus blitum) an seinen niederliegenden bis aufsteigenden Stängeln und den unauffälligen, grünlichen Blütenknäueln, die direkt in den Blattachseln sitzen. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist er ein historischer Begleiter unserer Gartenkultur, der heute auf der Roten Liste steht und als gefährdet gilt. Er ist ein wertvoller Bestandteil der Artenvielfalt auf nährstoffreichen Böden und bereichert die ökologische Nische in Gemüsegärten oder an Wegrändern. Auch wenn für diese Art aktuell keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, fördert ihr Erhalt die genetische Vielfalt unserer heimischen Flora. Wenn du dieser selten gewordenen Pflanze in einer ungenutzten Ecke deines Gartens Raum gibst, leistest du einen echten Beitrag zum Artenschutz.
Seltener Kulturbegleiter: Schütze ein Stück lebendige Gartenhistorie.
Der Aufsteigende Amarant spielt eine wichtige Rolle als Teil der historischen Begleitflora in unseren Gärten. Da die Art auf der Roten Liste mit der Kategorie 3 (gefährdet) geführt wird, ist jeder Standort wertvoll für den Erhalt der regionalen Biodiversität. Er besiedelt Nischen auf offenen Böden, die für viele spezialisierte Arten lebensnotwendig sind. Seine Samen bieten in den Wintermonaten eine wichtige Nahrungsgrundlage für körnerfressende Singvögel, wenn andere Quellen bereits erschöpft sind. Durch den Erhalt solcher Archäophyten bewahrst du ein lebendiges Archiv unserer Agrargeschichte.
Nach den vorliegenden Daten wird die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn viele Amarant-Arten theoretisch essbar sind, können sie in bestimmten Böden Nitrate oder Oxalate anreichern. Es ist daher ratsam, Kinder darauf hinzuweisen, die Pflanze nicht zu verzehren. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten im Garten ist bei genauer Betrachtung der blattachselständigen Blütenknäuel unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
Der Aufsteigende Amarant ist ein unkomplizierter Gast, sofern der Standort warm und nährstoffreich ist.
Standort: Er bevorzugt vollsonnige Plätze auf stickstoffhaltigen Böden.
Boden: Die Erde sollte locker und gerne etwas sandig oder lehmig sein, typisch für kultivierte Gartenbeete.
Pflanzzeit: Die Aussaat erfolgt am besten von Mai bis Juni direkt ins Freiland, da die Pflanze frostempfindlich ist.
Pflege: Da es sich um eine einjährige Pflanze handelt, ist kein Rückschnitt nötig. Lass die Pflanzen im Herbst stehen, damit sie sich selbst aussäen können.
Vermehrung: Er vermehrt sich zuverlässig über Samen, die im Spätsommer reifen.
Gute Partnerin: Der Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist ein hervorragender Nachbar – beide teilen die Vorliebe für sonnige, stickstoffreiche Standorte am Gartenrand und ergänzen sich in ihrer Wuchsform.
Der Aufsteigende Amarant gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er als alteingebürgerte Art weit verbreitet, besiedelt aber bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenstandorte) und warme Gartenlagen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine eiförmigen, oft an der Spitze leicht eingekerbten Blätter und die winzigen, eingeschlechtigen Blüten aus. Er wächst meist einjährig und bildet große Mengen kleiner, dunkler Samen aus.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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