Bild folgtKI-generierte IllustrationAmaranthus crispus
Auch bekannt als: Krauser Amarant, Amaranthus crispus
Wer den Krausen Fuchsschwanz (Amaranthus crispus) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die am Boden liegenden Triebe und die namensgebenden, am Rand stark gewellten Blätter sind unverwechselbar. Als spezialisierter Bodendecker ist diese Art besonders für Gärtner interessant, die schwierige, trockene Stellen ökologisch aufwerten möchten. Da sie sehr niedrig bleibt, stört sie kaum das Sichtfeld und fügt sich harmonisch in naturnahe Steingärten ein. Schau doch mal in deine sonnigsten Beete, ob du diesem robusten Überlebenskünstler ein Plätzchen anbieten willst.
Ein Spezialist für die heißesten Stellen: Robust, kriechend und genügsam.
Obwohl für diese spezifische Art keine detaillierten Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, erfüllt der Krause Fuchsschwanz wichtige Aufgaben im Naturhaushalt. Als Pionierpflanze (Art, die als erste neue Lebensräume besiedelt) stabilisiert er den Boden auf trockenen Freiflächen und schützt ihn vor Erosion (Abtragung durch Wind). Seine winzigen, nährstoffreichen Samen bieten im Spätherbst und Winter eine wichtige Nahrungsgrundlage für verschiedene samenfressende Vögel. Durch seinen kriechenden Wuchs schafft er zudem ein geschütztes Mikroklima (Kleinklima in Bodennähe) für nützliche Bodenbewohner wie Laufkäfer.
Der Krause Fuchsschwanz gilt als nicht kindersicher. Die Pflanze kann in ihren Geweben Nitrate und Oxalate (Salze der Oxalsäure) in Konzentrationen anreichern, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sein können. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der typisch gekräuselten Blätter bei genauerem Hinsehen nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Wähle für den Krausen Fuchsschwanz einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Er gedeiht am besten auf sehr durchlässigen, sandigen oder kiesigen Böden, die sich schnell erwärmen.
Da er hervorragend mit Trockenheit zurechtkommt, ist er ideal für Steingärten oder Pflasterfugen geeignet.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai, sobald der Boden offen und frostfrei ist.
Eine zusätzliche Bewässerung ist meist nur in der ersten Anwuchsphase notwendig.
Auf Dünger solltest du verzichten, da die Pflanze an karge Standorte angepasst ist und bei zu viel Stickstoff ihre Form verliert.
Die Vermehrung erfolgt ganz unkompliziert durch Selbstaussaat im Herbst.
Lass die vertrockneten Triebe über den Winter stehen, um den Boden zu schützen.
Eine gute Partnerin ist die Schafgarbe (Achillea millefolium), da beide ähnliche Ansprüche an die Bodenwärme und Durchlässigkeit haben und sich im Wuchs gut ergänzen.
Der Krause Fuchsschwanz (Amaranthus crispus) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Er ist primär im pannonischen Raum (dem warm-trockenen Klima des östlichen Österreichs) heimisch und besiedelt dort typischerweise trockene Ruderalstellen (unbebaute Flächen wie Schutt oder Kies). Im Gegensatz zu vielen aufrechten Verwandten wächst diese Art charakteristisch niederliegend und bildet dichte Matten. Die morphologischen (gestaltlichen) Merkmale wie die stark gekräuselten Blattränder machen ihn auch für Laien im Vergleich zu anderen Amaranth-Arten leicht bestimmbar.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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