Bild folgtKI-generierte IllustrationAmaranthus cruentus
Auch bekannt als: Rispen-Fuchsschwanz, Riesenfuchsschwanz
Schon von weitem fällt der Rispen-Fuchsschwanz (Amaranthus cruentus) durch seine langen, meist tiefroten und herabhängenden Blütenstände auf. Da sie im Herbst eine enorme Menge an nahrhaften Samen bildet, stellt sie eine wertvolle Futterquelle für die heimische Vogelwelt dar. Während viele andere Blumen im Spätsommer bereits verblühen, entfaltet diese Art dann ihre volle Pracht. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze mit großer Fernwirkung suchst, triffst du mit ihr eine hervorragende Wahl für naturnahe Flächen. Bitte beachte jedoch, dass die Art als nicht kindersicher eingestuft wird.
Imposanter roter Riese: Ein heimischer Strukturgeber und Kraftfutter für Vögel.
Nach aktuellen Beobachtungen bietet der Rispen-Fuchsschwanz einen hohen ökologischen Wert als Samenspender für die Vogelwelt. Die massive Produktion kleiner, energiereicher Körner stellt eine wichtige Ressource in der herbstlichen und winterlichen Landschaft dar. Da spezifische Bestäubungsdaten für Wildbienen in der Datengrundlage fehlen, liegt der Schwerpunkt auf der Bereitstellung von Biomasse und der Strukturgebung. Die stabilen, vertrockneten Blütenstände dienen zudem als Überwinterungshilfe für verschiedene Arthropoden (Gliederfüßer wie Spinnen oder Käfer). Als in Österreich heimische Art fügt sie sich harmonisch in den regionalen Stoffkreislauf ein. Nach ihrem Absterben liefert sie wertvolles organisches Material zur Humusbildung.
Der Rispen-Fuchsschwanz wird in der Datenbank als nicht kindersicher geführt. Es ist daher ratsam, Kinder beim Aufenthalt im Garten zu beaufsichtigen, um den Verzehr von Pflanzenteilen zu verhindern. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Wildpflanzen besteht aufgrund der charakteristischen roten Blütenstände bei genauerer Betrachtung kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Wähle für die Pflanzung einen vollsonnigen und geschützten Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte nährstoffreich und gut durchlässig sein; Staunässe (Anstau von Wasser im Boden) muss unbedingt vermieden werden.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen Mai und Juni, sobald keine Nachtfröste mehr drohen.
Eine Direktsaat im Freiland ist ab Mitte Mai möglich, wenn die Bodentemperatur dauerhaft über 10 Grad Celsius liegt.
Da der Rispen-Fuchsschwanz ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, solltest du vor der Pflanzung reifen Kompost in die Erde einarbeiten.
Gießen solltest du regelmäßig, wobei die Bodenoberfläche zwischen den Gaben leicht abtrocknen darf.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze einjährig wächst und im Winter abstirbt.
Die Vermehrung klappt unkompliziert über die Selbstaussaat, sofern du die Samenstände im Herbst stehen lässt.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Plätze und ergänzen sich optisch hervorragend in naturnahen Ensembles.
Der Rispen-Fuchsschwanz (Amaranthus cruentus) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) in der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). In der Region ist er in Österreich beheimatet und besiedelt dort vorzugsweise warme, nährstoffreiche Standorte. Die Pflanze wächst streng aufrecht und entwickelt verzweigte Infloreszenzen (Blütenstände), die aus tausenden winzigen Einzelblüten bestehen. Die wechselständig angeordneten Blätter sind breit-lanzettlich geformt und oft rötlich überlaufen, was ihn auch ohne Blüte erkennbar macht.
1 Video zu Rispen-Fuchsschwanz

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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