Bild folgtKI-generierte IllustrationAmaranthus graecizans
Auch bekannt als: Amaranthus silvestris
Wer den Wilden Amarant (Amaranthus graecizans) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze fällt durch ihre niederliegenden bis aufsteigenden Stängel und die unscheinbaren Blütenknäuel auf, die direkt in den Blattachseln sitzen. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) zeigt er dir zuverlässig an, wo dein Gartenboden besonders reich an Stickstoff ist. Mit einer Wuchshöhe von 0,4 m besiedelt er effizient Lücken auf vollsonnigen Flächen. Er bereichert deinen Garten als robuster Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart), der hervorragend mit Wärme und Trockenheit zurechtkommt. Probiere es aus, wenn du eine unkomplizierte Art für offene Bodenstellen suchst.
Kompakter Sonnenanbeter mit 0,4 m Höhe für nährstoffreiche Gartenböden.
Nach aktuellen Daten liegt die Blütezeit des Wilden Amarants zwischen Juli und September, wodurch er im Hoch- und Spätsommer präsent ist. Mit einem Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nur 0,5937 mg sind seine Samen extrem leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Als Pionierpflanze besiedelt er schnell nährstoffreiche, offene Bodenstellen und trägt so zur Bodenfestigung bei. Da keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, ist seine Rolle im Ökosystem vor allem als Erstbesiedler von kalkhaltigen Standorten und als Produzent zahlreicher Samen hervorzuheben. Die krautige Struktur bietet zudem eine schnelle Bodenbedeckung auf sonnigen Flächen.
Der Wilde Amarant wird in den Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Da keine spezifischen Angaben zu Inhaltsstoffen vorliegen, solltest du beim Pflanzen in Gärten, die von kleinen Kindern genutzt werden, vorsorglich auf einen geschützten Standort achten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.397 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch bis mäßig trocken sein; achte darauf, dass keine Staunässe entsteht.
Ellenberg Nährstoffe 8: Setze die Pflanze in sehr nährstoffreiche Erde oder verbessere den Boden vorab mit reifem Kompost.
Ellenberg Reaktion 8: Ein kalkhaltiger, basischer Untergrund ist für das Gedeihen ideal.
Pflanzzeit: Säe die Samen im Frühjahr (April bis Mai) direkt an Ort und Stelle aus, sobald der Boden warm genug ist.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine Höhe von genau 0,4 m und benötigt Platz, um sich in die Breite zu entwickeln.
Vermehrung: Er vermehrt sich zuverlässig durch Selbstaussaat über seine sehr leichten Samen.
Gute Partnerin: Die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, kalkreiche Standorte und ergänzt den Amarant optisch durch ihren hohen Wuchs.
Der Wilde Amarant gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist eine einjährige, krautige Pflanze (nicht verholzend). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und besiedelt als Neophyt vor allem Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen) und nährstoffreiche Äcker. Typisch für diese Art ist die Vorliebe für kalkhaltige (basische) Substrate und vollsonnige Standorte. Morphologisch zeichnet er sich durch seine breit-eiförmigen Blätter und die kleinen, grünlichen Blütenstände aus, die keinen auffälligen Schauapparat aus bunten Blütenblättern besitzen.
1 Video zu Wilder Amarant
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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