Bild folgtKI-generierte IllustrationAnagallis tenella
Mit ihren zartrosafarbenen, trichterförmigen Blüten fällt der Zarte Gauchheil (Anagallis tenella) sofort auf. Er bildet dichte, am Boden kriechende Matten mit winzigen, rundlichen Blättern, die fast wie kleine Perlenketten wirken. Da diese Art in unserer Natur mit der Gefährdungsstufe 2 (stark gefährdet) auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland und der Schweiz. Auch wenn für diesen Spezialisten keine spezifischen Insektendaten vorliegen, bereichert er als seltener Bewohner feuchter Standorte die Vielfalt deines Gartens ungemein. Hol dir dieses kleine Juwel an deinen Teichrand, wenn du einen Platz für Raritäten hast.
Zartrosa Rarität der Roten Liste: Ein echtes Juwel für deinen Moorgarten.
Als hochspezialisierter Bewohner von kalkarmen Feuchtgebieten ist der Zarte Gauchheil (Anagallis tenella) ein wichtiger Zeiger für seltene Lebensräume. Da in den aktuellen Datensätzen keine spezifischen Bestäubungsbeziehungen hinterlegt sind, lässt sich die Bedeutung für einzelne Insektenarten nicht genau benennen. Fest steht jedoch, dass du durch seine Kultivierung eine Art der Roten Liste 2 (stark gefährdet) direkt unterstützt. Er fördert die ökologische Nische für Kleinstlebewesen in feuchten Gartenbereichen oder Moorkübeln. Durch den Erhalt dieser indigenen (einheimischen) Art stärkst du die regionale Biodiversität.
Der Zarte Gauchheil ist nicht kindersicher. Er enthält wie viele Primelgewächse Saponine (seifenähnliche Pflanzenstoffe), die bei Kontakt oder Verzehr Reizungen hervorrufen können. Eine Verwechslung mit dem Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis) ist möglich, dieser hat jedoch meist kräftig rote oder blaue Blüten und wächst auf trockeneren Äckern.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze viel Licht benötigt (Lichtzahl 8).
Boden: Das Substrat muss dauerhaft nass sein (Feuchtezahl 9), idealerweise kalkarm und nährstoffarm (Stickstoffzahl 2).
Pflanzzeit: Setze ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Wasser: Verwende ausschließlich kalkfreies Regenwasser, da er empfindlich auf Kalk reagiert.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da die Pflanze wintergrüne Matten bildet.
Vermehrung: Er breitet sich durch kriechende Ausläufer am Boden von selbst aus.
Schutz: Da er stark gefährdet ist, solltest du ihn im Winter vor extremen Kahlfrösten (Frost ohne Schneedecke) schützen.
Begleitpflanze: Eine gute Partnerin ist das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium) – beide teilen die Liebe zu sauren Moorböden und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Zarte Gauchheil (Anagallis tenella) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Er ist ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) und kommt natürlicherweise in Deutschland und der Schweiz vor. Sein typischer Lebensraum sind kalkarme Quellfluren (nasse Stellen, an denen Wasser austritt) und moorige Heidewiesen. Morphologisch zeichnet er sich durch einen niederliegenden Wuchs und zarte, glockige Blüten aus, was ihn deutlich von seinen eher krautigen Verwandten unterscheidet.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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