Bild folgtKI-generierte IllustrationAnagyris foetida
Auch bekannt als: Stinkstrauch
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An ihren gelben Schmetterlingsblüten, die im Januar direkt aus dem alten Holz hervorbrechen, lässt sich die Pflanze sofort erkennen. Der Stinkstrauch (Anagyris foetida) ist ein seltener Winterblüher, der in Deinem Garten für Aufsehen sorgt, wenn die heimische Natur noch ruht. Er bietet in dieser kargen Zeit eine wertvolle erste Anlaufstelle für Insekten, die an milden Wintertagen bereits aktiv sind. Da er zu einer Zeit blüht, in der kaum andere Quellen zur Verfügung stehen, ist er ökologisch trotz seiner Herkunft interessant. In Deinem Garten benötigt er jedoch einen sehr geschützten Platz. Achte darauf, dass der Strauch giftig ist und somit nicht in einen kindersicheren Garten gehört.
Goldgelbes Winterwunder: Die seltene Energiequelle für frostfreie Januartage.
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Aufgrund der außergewöhnlichen Blütezeit im Januar stellt der Stinkstrauch eine seltene Energiequelle für Bestäuber dar, die an milden Tagen bereits ihre Winterquartiere verlassen. Da im ersten Monat des Jahres das natürliche Nahrungsangebot minimal ist, besetzt die Pflanze eine wichtige zeitliche Nische. Konkrete Daten zu spezifischen Insektenarten in Mitteleuropa liegen derzeit nicht vor, doch die Form der Schmetterlingsblüten ist auf kräftige Fluginsekten ausgelegt. Als Hülsenfrüchtler (Fabaceae) nutzt die Pflanze eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Bakterien zur Stickstofffixierung, was die Bodenfruchtbarkeit auf natürliche Weise verbessert. Dies kommt auch den benachbarten Pflanzen in Deinem Garten zugute.
Der Stinkstrauch ist in allen Teilen stark giftig und daher nicht kindersicher. Besonders die bohnenartigen Samen enthalten gefährliche Alkaloide (Pflanzengifte), was bei Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren zwingend beachtet werden muss. Eine Verwechslungsgefahr mit essbaren Pflanzen besteht durch den unangenehmen Geruch der Blätter und die Blütezeit im Hochwinter praktisch nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jan – Jan
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.5 m
Wähle für den Stinkstrauch den sonnigsten und wärmsten Platz in Deinem Garten, idealerweise vor einer schützenden Südwand.
Der Boden sollte gut durchlässig und kalkhaltig sein, da Staunässe (stehendes Wasser) im Winter unbedingt vermieden werden muss.
Pflanze den Strauch am besten von März bis Mai, damit er bis zum ersten Frost ausreichend Zeit zum Einwurzeln hat.
Eine Pflanzung im Herbst (September bis November) ist nur in Weinbauregionen mit milden Wintern ratsam.
Da die Art nur bedingt frosthart ist, solltest Du den Wurzelbereich im Winter dick mit Laub mulchen (abdecken) und die Zweige mit Vlies schützen.
Gießen musst Du nur bei extremer Trockenheit im Sommer, da die Pflanze an trockene Standorte angepasst ist.
Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich; entferne lediglich abgestorbene Zweige im Frühjahr.
Vermehrung erfolgt über Samen, die vor der Aussaat leicht mit Sandpapier angeritzt werden sollten.
Gute Partnerin: Die Kornelkirsche (Cornus mas) – beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige Böden und blühen sehr früh im Jahr, was die ökologische Wirkung Deines Gartens im Winter stärkt.
Der Stinkstrauch (Anagyris foetida) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Ein markantes Merkmal ist die Cauliflorie (Blütenbildung direkt am Stamm oder an älteren Ästen), die bei europäischen Gehölzen nur selten vorkommt. Die dreizähligen Blätter der Pflanze verströmen bei Berührung einen intensiven, namensgebenden Geruch. Er wächst als sommergrüner bis wintergrüner Strauch und erreicht an optimalen Standorten Höhen von bis zu vier Metern.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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