Bild folgtKI-generierte IllustrationAnas querquedula
Auch bekannt als: Knäkente, Quäkente
Die Knäkente (Anas querquedula) erkennst du an ihrer geringen Körpergröße und dem markanten, weißen Überaugenstreif der Erpel, die zudem einen typisch knarrenden Ruf von sich geben. Dieser kleine Wasservogel ist ein Allesfresser, der seine Nahrung vorwiegend durch Gründeln (das Absuchen der Wasseroberfläche oder des Schlamms mit dem Schnabel) aufnimmt. Als Bodenbrüter legt das Weibchen sein Nest gut versteckt in der dichten Ufervegetation in einer flachen Bodenmulde an. Es handelt sich um einen ausgeprägten Langstreckenzieher (Vogel, der Distanzen von mehreren tausend Kilometern zwischen Brut- und Winterquartier zurücklegt), der den Winter in Afrika verbringt. In deinem Garten kannst du diese seltene Entenart unterstützen, indem du Uferbereiche an größeren Teichen naturnah gestaltest und auf Mahden im Frühjahr verzichtest. Da sie sehr störungsanfällig ist, hilft absolute Ruhe am Gewässer am meisten. Eine Winterfütterung ist bei dieser Art nicht nötig, da sie während der kalten Monate nicht in unseren Breiten verweilt. Dichte Hecken in Gewässernähe bieten zudem Schutz vor Fressfeinden. Achte darauf, dass Bodenbereiche am Wasser für Hunde unzugänglich bleiben, um die Brut nicht zu gefährden.
Die Knäkente ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, weshalb ihre Niststätten am Boden keinesfalls gestört oder zerstört werden dürfen. Während der Brutzeit von April bis Juni ist im Uferbereich besondere Rücksichtnahme geboten. Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem bei den Weibchen mit anderen kleinen Schwimmenten, weshalb eine distanzierte Beobachtung mit dem Fernglas ratsam ist.
Taxonomisch gehört die Knäkente zur Familie der Entenvögel (Anatidae) innerhalb der Gattung Spatula. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Eurasiens, wobei sie flache, vegetationsreiche Stillgewässer bevorzugt. Von der farblich ähnlichen Krickente unterscheidet sie sich durch den längeren Schnabel und die hellblaue Färbung der Vorderflügel im Flug. Als einzige heimische Entenart zieht sie zur Überwinterung vollständig über die Sahara hinaus in tropische Gebiete.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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