Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena barbareae Panzer, 1805
An den auffällig rauchig-dunkel getönten Flügeln lässt sich die Rauchflügelige Düstersandbiene (Andrena barbareae) sofort erkennen. Du beobachtest hier eine solitäre (einzeln lebende) Wildbiene, die etwa 11 bis 13 Millimeter groß wird und fast vollständig schwarz behaart ist. Sie bringt nur eine Generation pro Jahr hervor, die vor allem im späten Frühling aktiv ist. Ihre Eier legt sie in selbst gegrabenen Gängen im Erdboden ab, meist an vegetationsarmen, sonnigen Stellen. Als spezialisierte Art ist sie oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und sammelt Pollen ausschließlich an Kreuzblütlern (Brassicaceae). In deinem Garten besucht sie im Mai und Juni bevorzugt die Gewöhnliche Winterkresse (Barbarea vulgaris) oder den Ackersenf (Sinapis arvensis). Die Larven ernähren sich im Nest von dem eingetragenen Pollenvorrat, bevor sie sich noch im selben Jahr verpuppen. Den Winter überdauert das Tier bereits fertig entwickelt als Imago (ausgewachsenes Insekt) in seiner unterirdischen Brutkammer. Um sie zu fördern, solltest du offene Bodenstellen ohne Bewuchs zulassen und heimische Kreuzblütler als Futterquelle säen. So hilfst du dieser seltenen Art, die auf ganz spezifische Strukturen angewiesen ist.
Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der nicht aggressiv gegenüber Menschen ist. Wie alle heimischen Wildbienenarten steht sie unter allgemeinem Artenschutz und darf nicht gefangen oder in ihrer Entwicklung gestört werden. Ihr Stachel ist so fein, dass er die menschliche Haut nicht durchdringen kann.
Die Rauchflügelige Düstersandbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, gilt jedoch aufgrund ihrer Spezialisierung als selten. Charakteristisch ist ihre dunkle Körperfärbung in Kombination mit der namensgebenden Flügeltrübung. Als bodennistende Art ist sie auf lockere, grabbare Substrate angewiesen, wobei sie oft einzeln oder in kleinen Kolonien siedelt. Ihre Lebensweise ist streng mit der Blütezeit heimischer Wildkräuter aus der Familie der Kreuzblütler synchronisiert.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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