Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrosace elongata
Auch bekannt als: Langgestielter Mannsschild
Mit ihren auffällig langen Blütenstielen, die wie feine Strahlen aus einer grundständigen Blattrosette emporwachsen, lässt sich der Langstielige Mannsschild (Androsace elongata) sofort erkennen. Diese zierliche Art ist für den Naturgarten von unschätzbarem Wert, da sie in Deutschland und Österreich vom Aussterben bedroht ist (Rote Liste 1). Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) gehört sie zu unserem ältesten Kulturgut und besiedelt extreme Standorte wie Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Indem du ihr einen Platz auf kargem Boden bietest, bewahrst du eine der seltensten Arten unserer Heimat vor dem Verschwinden. Du hilfst damit aktiv, ein Stück biologisches Erbe in deinem Garten zu sichern.
Rote Liste 1: Rette eine der seltensten Pflanzen unserer Heimat im eigenen Garten.
Aufgrund ihrer extremen Seltenheit und der Einstufung in die Rote Liste 1 ist der ökologische Wert dieser Art vor allem im Erhalt der Biodiversität zu sehen. Sie besiedelt als Pionierpflanze offene Bodenstellen in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), die für viele andere Arten zu lebensfeindlich sind. Damit schließt sie wichtige Lücken im Ökosystem und bietet spezialisierten Kleinstlebewesen Struktur in ansonsten kargen Flächen. In der Natur dient sie als Teil der ursprünglichen Segetalflora (Ackerbegleitflora) der Vernetzung von Biotopen. Ihr Erhalt im Garten stützt die genetische Vielfalt einer vom Aussterben bedrohten einheimischen Flora. Im Winter bieten die verbleibenden Pflanzenreste Schutz für bodennah überwinternde Insekten.
Der Langstielige Mannsschild wird als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, doch die Pflanze ist nicht für den Verzehr geeignet. Achte darauf, dass Kinder die zierlichen Rosetten nicht in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.02 m
Wähle einen vollsonnigen Platz mit sehr magerem, sandigem oder kiesigem Boden.
Die Pflanze ist an Nährstoffarmut angepasst; vermeide daher unbedingt jede Form von Düngung.
Achte auf eine hervorragende Entwässerung, da die Art empfindlich auf Staunässe (stehendes Wasser) reagiert.
Pflanzzeit ist idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Da es sich um eine ein- bis zweijährige Pflanze handelt, ist sie auf offene Bodenstellen zur Selbstaussaat angewiesen.
Gießen ist nur in der ersten Anwachsphase bei extremer Trockenheit nötig, danach ist sie vollkommen autark.
Lass die Pflanze nach der Blüte unbedingt stehen, damit die Samen für das Folgejahr ausreifen können.
Verzichte auf das Hacken im direkten Umfeld, um die jungen Keimlinge nicht zu zerstören.
Gute Partnerin: Die Sand-Grasnelke (Armeria maritima) – beide teilen die Vorliebe für trockene Sandstandorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem Wuchsverhalten.
Der Langstielige Mannsschild gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Er bevorzugt kalkfreie, sandige Standorte und findet sich natürlicherweise in lückigen Sandrasen oder an Ackerrändern. Morphologisch zeichnet sich die Pflanze durch eine dichte Blattrosette aus, aus der mehrere blattlose Stängel mit winzigen, weißen Blüten entspringen. Die Kelchblätter sind dabei oft deutlich markanter als die eigentliche Blütenkrone, was der Pflanze ihr charakteristisches Aussehen verleiht.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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