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Anemone nemorosa × trifolia
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An ihren zarten, oft blassgelben oder cremeweißen Blüten und den charakteristisch dreiteilig eingeschnittenen Blättern lässt sich diese natürliche Hybride (Anemone nemorosa × trifolia) sofort erkennen. Es handelt sich um eine seltene Kreuzung, die dort entsteht, wo die Lebensräume ihrer Elternteile in den Wäldern überlappen. Für deinen Naturgarten ist sie wertvoll, da sie als Geophyt (Pflanze, die ungünstige Zeiten unter der Erde überdauert) das Lichtfenster im Vorfrühling nutzt. Sie schließt eine wichtige Lücke im Blühkalender unter Sträuchern und Bäumen, bevor das Kronendach dicht wird. Da sie in der Natur ein eher seltenes Vorkommen hat, förderst du mit ihrer Ansiedlung die regionale botanische Vielfalt. Du solltest ihr einen ungestörten Platz geben, an dem sie über Jahre hinweg verwildern darf.
Seltene Naturschönheit: Die sanftgelbe Brücke zwischen den Windröschen.
Nach aktuellen Beobachtungen zur Waldökologie dient diese Pflanze als wichtige frühe Pollenquelle im Vorfrühling. Sie nutzt die Zeit vor dem Blattaustrieb der Bäume, um Bestäuber anzulocken, die nach dem Winter erwachen. Da sie eine Hybride aus heimischen Arten ist, fügt sie sich nahtlos in das Ökosystem ein und bietet Nahrung, wenn das Angebot in der Landschaft noch begrenzt ist. Die Pflanze trägt zur Bodenstabilität im Waldgarten bei, indem sie durch ihre Rhizome den Oberboden durchwebt. Mangels spezifischer Datenbankeinträge zu einzelnen Insektenarten lässt sich ihre Bedeutung vor allem durch ihre Rolle als Frühblüher in der Pflanzengesellschaft der Laubmischwälder definieren. Ihr Verwildern lässt vitale Bestände entstehen, die den Waldboden vor Erosion (Abtragung durch Wind und Wasser) schützen.
Diese Pflanze ist nicht kindersicher und für Haushalte mit Tieren nur bedingt geeignet. Wie alle Hahnenfußgewächse enthält sie Protoanemonin (einen giftigen Reizstoff), der bei Hautkontakt oder Verzehr zu Reizungen und Blasenbildung führen kann. Trage bei Pflanzarbeiten am besten Handschuhe.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,18 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Diese Pflanze gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist eine natürliche Kreuzung aus dem Buschwindröschen (Anemone nemorosa) und dem Drei-Blatt-Windröschen (Anemone trifolia). In unserer Region ist sie in Österreich heimisch, wo sich die Verbreitungsareale der Elternpflanzen überschneiden. Morphologisch (gestaltlich) vereint sie Merkmale beider Arten, was sich oft in einer sanften schwefelgelben Blütenfarbe zeigt. Als Rhizomgeophyt (Pflanze mit unterirdischem Kriechspross) breitet sie sich langsam über waagerecht im Boden wachsende Wurzelstöcke aus.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.