Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthemis ruthenica
Auch bekannt als: Anthemis ruthenica
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Russische Hundskamille (Anthemis ruthenica) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren strahlend weißen Zungenblüten und dem leuchtend gelben Zentrum erinnert sie an die Echte Kamille, wächst aber deutlich buschiger und besitzt meist graufilzig behaarte Stängel. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Funktion als Nektarquelle für spezialisierte Falter. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Ostöstliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) steuern die Blüten gezielt an. Wenn du sandige oder sehr trockene Stellen im Garten hast, die sonst kahl bleiben, ist diese Art ein ökologischer Gewinn. Probiere es aus und schaffe so einen wertvollen Trittstein für die Biodiversität auf magerem Boden.
Sonniger Magnet für Scheckenfalter: Die robuste Blühgarantie für Sandböden.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Russische Hundskamille eine wichtige Futterpflanze für verschiedene Edelfalter. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter profitiert massiv: Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Ostöstliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) nutzen sie als Nektarquelle. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) fliegen die Blüten an. Da die Blütezeit bis in den August reicht, bietet sie Nahrung in einer Phase, in der viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände zudem als Rückzugsort für kleine Gliedertiere.
Die Russische Hundskamille wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Korbblütler kann sie bei Kontakt mit der Haut allergische Reaktionen (Kontaktallergie) hervorrufen. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit der Echten Kamille (Matricaria chamomilla); die Hundskamille duftet jedoch kaum und hat im Gegensatz zur Echten Kamille keinen hohlen Blütenboden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.33 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der im Sommer richtig heiß werden darf.
Boden: Die Pflanze benötigt durchlässiges, sandiges oder kiesiges Substrat. Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Feuchtigkeit: Sie ist an Trockenheit angepasst und benötigt nach dem Anwachsen keine zusätzliche Bewässerung.
Pflanzzeit: Setze sie idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte ist nicht zwingend, kann aber die Selbstaussaat kontrollieren.
Vermehrung: Die Art erhält sich an geeigneten Standorten meist durch eigene Samen im Boden.
Symbiose: Sie geht eine Verbindung mit AM (Arbuskulären Mykorrhizapilzen) ein, die ihr helfen, in extrem mageren Böden Nährstoffe zu finden.
Kombinationsempfehlung: Ein guter Partner ist der Natternkopf (Echium vulgare). Beide teilen die Vorliebe für trocken-warme Magerstandorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem Angebot für Bestäuber.
Die Russische Hundskamille ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Korbblütlerartigen (Asterales). In Deutschland und Österreich wird sie als Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 in ein Gebiet gelangte) eingestuft, wobei sie sich besonders in warmen Regionen etabliert hat. Ihr natürlicher Lebensraum sind trockene Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen wie Schutthalden oder Wegränder) und sandige Brachflächen. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre fein gefiederten Blätter und den markanten, aber fast geruchlosen Blütenstand aus, was sie von der stark duftenden Echten Kamille unterscheidet.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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