Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthrenochernes stellae
Der Anthrenochernes stellae ist ein winziger Vertreter der Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones), der auf den ersten Blick wie ein kleiner Skorpion ohne den typischen Giftstachel wirkt. Diese faszinierenden Spinnentiere besitzen kräftige Greifzangen, die sogenannten Pedipalpen (zu Greiforganen umgewandelte Kieferfüße), mit denen sie ihre Beute sicher festhalten. In Deinem Garten leben sie meist verborgen in morschem Holz, unter loser Rinde oder in der Bodenstreu. Als nützliche Räuber ernähren sie sich allgemein von kleinsten wirbellosen Tieren wie Milben (Acari) oder Springschwänzen (Collembola). Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Zersetzung und Regulation von Kleinstlebewesen in Deinem Gartenboden. Du kannst dieses Tier unterstützen, indem Du alte Baumstümpfe stehen lässt und auf übermäßige Ordnung verzichtest. Ein naturnaher Garten mit Mulchschichten und Totholz bietet ihnen den nötigen Schutzraum. Da sie sehr empfindlich auf Pestizide reagieren, ist ein ökologischer Verzicht auf Chemie die beste Schutzmaßnahme. Beobachten kannst Du sie am ehesten, wenn Du vorsichtig altes Holz untersuchst.
Das Tier ist für den Menschen vollkommen harmlos, da es keinen Stachel besitzt und die winzigen Zangen die menschliche Haut nicht durchdringen können. Es handelt sich um eine schützenswerte Art, die als Nützling im Gartenökosystem fungiert und nicht bekämpft werden sollte.
Anthrenochernes stellae gehört zur Familie der Chernetidae innerhalb der Ordnung der Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones). Die Verbreitung dieser spezialisierten Spinnentiere erstreckt sich über weite Teile Mitteleuropas, wobei sie oft an alte Baumbestände gebunden sind. Sie führen eine räuberische Lebensweise in feuchten Mikrohabitaten (kleinsträumige Lebensbereiche) wie Baumhöhlen oder unter Rindenmulm.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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