Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthus richardi Vieillot, 1818
Auch bekannt als: Spornpieper
Der Stelzenpieper (Anthus richardi) ist ein kräftig gestreifter, brauner Vogel, der deutlich größer als ein Haussperling wirkt und durch seine auffallend langen Beine sowie einen lauten, rauen Ruf im Flug auffällt. Sein Körperbau erscheint kräftig und die Körperhaltung ist oft sehr aufrecht. Als reiner Insektenfresser (Tier, das sich von Wirbellosen ernährt) sucht er seine Nahrung fast ausschließlich am Boden in offener Landschaft. Das Nest baut dieser Vogel als typischer Bodenbrüter (Vogel, der sein Nest direkt auf der Erde errichtet) gut versteckt in der Vegetation. Er ist ein ausgeprägter Langstreckenzieher (Vogel, der weite Distanzen zwischen Brut- und Winterquartier zurücklegt). In Deinem Garten freut er sich besonders über ungestörte, naturnahe Flächen mit Abschnitten aus hohem Gras. Auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln solltest Du verzichten, um das natürliche Angebot an Insekten nicht zu gefährden. Da er am Boden brütet, ist Ruhe in den Randbereichen des Gartens während der Brutzeit entscheidend für den Erfolg. Offene Bodenstellen sollten sich idealerweise mit höheren Vegetationsabschnitten abwechseln. So findet das Tier ausreichend Deckung und gleichzeitig gute Bedingungen für die Nahrungssuche. Durch das Belassen von wilden Ecken förderst Du indirekt seinen Lebensraum. Ein respektvoller Abstand sichert die ungestörte Beobachtung dieses seltenen Gastes.
Wie alle heimischen Vogelarten ist der Stelzenpieper gesetzlich geschützt und darf insbesondere während der Brutzeit nicht gestört werden. Seine Nester am Boden sind sehr empfindlich gegenüber Tritten oder freilaufenden Haustieren. Eine Verwechslung mit anderen Pieperarten ist möglich, weshalb eine distanzierte Beobachtung ratsam ist.
Der Stelzenpieper (Anthus richardi) gehört zur Familie der Stelzen und Pieper (Motacillidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimisch eingestuft und bevorzugt offenes, meist feuchtes Gelände oder Brachflächen. Von ähnlichen Arten wie dem Wiesenpieper unterscheidet er sich durch seine beachtliche Größe und die extrem lange Hinterklaue (hintere Zehe). Seine Lebensweise ist eng an weite, unversiegelte Landschaften gebunden, in denen er am Boden nach Nahrung sucht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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