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Aphanes arvensis
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Auch bekannt als: Ackerfrauenmantel
An den winzigen, fächerartigen Blättern und den unscheinbaren, grünlichen Blütenknäueln lässt sich der Gewöhnliche Ackerfrauenmantel (Aphanes arvensis) sofort erkennen. Die Pflanze ist ein Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingewandert ist) und repräsentiert damit ein Stück jahrtausendealte Kulturgeschichte in deinem Garten. Da sie in der modernen Agrarlandschaft immer seltener wird, bietet dein Garten ihr einen wichtigen Rückzugsort. Durch ihre VAR Mykorrhiza (eine Form der Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen) trägt sie zur Stabilisierung der Bodenbiologie bei. Wenn du offene Bodenstellen in deinen Beeten hast, ist dieser kleine Pionier genau die richtige Wahl für dich.
Ein winziger Pionier mit Geschichte: Blüht von Mai bis September.
Der ökologische Wert des Gewöhnlichen Ackerfrauenmantels liegt in seiner Rolle als spezialisierter Pionier auf offenen Böden. Er blüht von Mai bis September und schließt damit Lücken in der Vegetationsdecke, was das Bodenklima schützt. Da er eine VAR Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) nutzt, fördert er aktiv das unsichtbare Netzwerk nützlicher Bodenpilze. In der regionalen Flora Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gilt er als fester Bestandteil der Ackerwildkraut-Gesellschaften. Durch seinen Erhalt im Garten stärkst du die lokale Biodiversität einer zunehmend verdrängten Pflanzengruppe.
Der Gewöhnliche Ackerfrauenmantel ist in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten, dennoch ist die Pflanze nicht für den Verzehr geeignet. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,109 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Gewöhnliche Ackerfrauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Er besiedelt bevorzugt Äcker, Brachen und lückige Unkrautfluren auf eher kalkarmen, sandigen Lehmböden. Morphologisch fällt er durch seinen niedrigen Wuchs von meist nur 5 bis 15 Zentimetern und seine stark behaarten, tief geteilten Blätter auf. Im Gegensatz zu den großen Frauenmantel-Arten sind seine Blüten winzig und besitzen keine Kronblätter.
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.