Bild folgtKI-generierte IllustrationApus melba
Der Alpensegler (Tachymarptis melba) fällt dir sofort durch seine beachtliche Größe und die leuchtend weiße Bauchseite auf, während er in rasantem Flug über dein Grundstück zieht. Dieser faszinierende Vogel verbringt fast sein gesamtes Leben in der Luft und ist ein reiner Insektenfresser, der Mücken und andere Kleinstiere im Flug erbeutet. Er gehört zu den Langstreckenziehern (Vögel, die über 4.000 Kilometer zwischen Brut- und Winterquartier zurücklegen) und kehrt erst im Frühjahr aus Afrika zu uns zurück. Seine Nester baut er bevorzugt in Gebäudenischen (geschützte Hohlräume an hohen Bauwerken) oder an Felswänden. Du kannst diesen nützlichen Nachbarn unterstützen, indem du auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest, damit er genügend Nahrung für seine Jungen findet. Ein insektenfreundlich gestalteter Garten mit vielen Strukturen bietet ihm die ideale Lebensgrundlage. Sein markanter Ruf ist ein langes, trillerndes Lachen, das du besonders an warmen Sommerabenden hoch oben am Himmel hören kannst. Da er seine Füße kaum zum Laufen nutzen kann, ist er auf hohe Abflugstellen angewiesen. In deinem Garten profitierst du von seiner Anwesenheit, da er die Anzahl der Fluginsekten auf natürliche Weise reguliert. Wenn du an einem hohen Haus wohnst, kannst du sogar spezielle Nistkästen für diese Art anbringen.
Diese Art ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, weshalb die Zerstörung von Niststätten an Gebäuden unter Strafe steht. Bei Sanierungsarbeiten musst du darauf achten, die Brutplätze zu erhalten oder für Ersatz zu sorgen. Da die Vögel sehr störungsempfindlich sind, sollte man sich besetzten Nestern während der Brutzeit nicht nähern.
Der Alpensegler ist der größte Vertreter der Segler (Apodidae) in Europa und besiedelt vorwiegend den Alpenraum sowie zunehmend urbane Gebiete mit hohen Gebäuden. Er unterscheidet sich vom kleineren Mauersegler durch den weißen Bauch und die deutlich größere Flügelspannweite. Taxonomisch (ordnungsgemäß in das biologische System eingeordnet) steht er den Kolibris näher als den Schwalben, was man an seinem spezialisierten Flugapparat erkennt. Seine Lebensweise ist fast vollständig an den Luftraum gebunden, wo sogar die Nachtruhe stattfindet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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