Bild folgtKI-generierte IllustrationAquila heliaca Savigny, 1809
Auch bekannt als: Kaiseradler
Der Kaiseradler (Aquila heliaca) ist an seinem sehr dunklen Gefieder, dem hellbeigen Nacken und den markanten weissen Flecken auf den Schultern zu erkennen. Als Greifvogel (fleischfressender Vogel) jagt er bevorzugt kleine Saeugetiere und Voegel in offenen Landschaften. Seine gewaltigen Horste (gross angelegte Nester aus Zweigen) errichtet er in den Kronen alter, hoher Baeume. Bei uns tritt er teils als Standvogel (bleibt im Winter im Brutgebiet), teils als Kurzstreckenzieher (wandert nur ueber geringe Distanzen ab) in Erscheinung. Seinen Ruf, ein raues, rhythmisches Bellen, hoerst Du meist nur in der Naehe des Brutplatzes. Im eigenen Garten wirst Du diesen majestätischen Vogel selten direkt bei der Jagd beobachten, da er weite Flaechen benoetigt. Du kannst jedoch zum Schutz beitragen, indem Du alte Baeume als potenzielle Ruheplaetze erhaeltst. Eine naturnahe Bewirtschaftung ohne Pestizide (chemische Pflanzenschutzmittel) foerdert seine Beutetiere und sichert so seine Lebensgrundlage. Ruhe im Garten ist besonders wichtig, da diese grossen Voegel sehr stoerungsempfindlich auf menschliche Aktivitaeten reagieren.
Diese Art ist streng geschuetzt und darf waehrend der Brutzeit unter keinen Umstaenden gestoert werden. Das Annaehern an Horste (Greifvogelnester) ist gesetzlich untersagt und kann hohe Bussgelder nach sich ziehen. Da er als Nahrungskonkurrent fuer den Menschen heute keine Rolle mehr spielt, geht von ihm keine Gefahr fuer Haustiere in Gaerten aus.
Innerhalb der Ordnung der Greifvoegel wird der Kaiseradler in die Familie der Habichtartigen (Accipitridae) eingeordnet. Sein Verbreitungsschwerpunkt liegt im suedosteuropaeischen Raum, er breitet sich jedoch zunehmend in Oesterreich und angrenzenden Regionen aus. Er bevorzugt halboffene Landschaften, die eine Mischung aus Waldstuecken und weiten Offenflaechen bieten. Zur Abgrenzung gegenueber dem Steinadler dienen die weissen Schulterabzeichen, die beim Kaiseradler im Erwachsenenalter deutlich hervortreten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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