Bild folgtKI-generierte IllustrationArabis procurrens
Auch bekannt als: Karpaten-Schaumkresse
Wer die Ausläufer-Gänsekresse (Arabis procurrens) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren dichten, glänzenden Blatteppichen, die auch im Winter grün bleiben, ist sie ein zuverlässiger Blickfang. Die Pflanze schließt durch ihren kriechenden Wuchs zuverlässig Lücken im Boden und bewahrt so die Feuchtigkeit für Kleinstlebewesen im Erdreich. Da sie sehr genügsam ist, eignet sie sich perfekt für dich, wenn du eine pflegeleichte Lösung für trockene Mauern oder Steingärten suchst. Hol dir diesen robusten Gebirgsbewohner in deinen Garten, um auch im Winter grüne Akzente zu setzen.
Heimischer Bodendecker aus Österreich: Wintergrün, robust und pflegeleicht.
Als in Österreich heimische Art ist die Ausläufer-Gänsekresse ein fester Bestandteil des regionalen Ökosystems. Durch ihren teppichartigen Wuchs fungiert sie als natürlicher Bodendecker, der Erosion (Bodenabtrag durch Wind und Regen) verhindert und die Verdunstung reduziert. Die dichten Matten bieten ganzjährig einen geschützten Lebensraum für nützliche Bodenorganismen wie Laufkäfer. Da die Pflanze wintergrün ist, bleibt diese Schutzfunktion für Insekten auch während der Frostperiode erhalten. In naturnahen Steingärten schließt sie ökologische Nischen auf kargen Flächen, die für viele andere Pflanzenarten zu extrem sind.
Bitte beachte, dass die Ausläufer-Gänsekresse laut vorliegenden Daten als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schweren Vergiftungserscheinungen bekannt sind, solltest du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen besteht aufgrund der markanten Polsterbildung und der Ausläufer kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.07 m
Bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher mager (nährstoffarm) sein, um Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich) zu vermeiden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Einmal angewachsen, kommt sie mit sehr wenig Wasser aus und übersteht auch trockene Phasen gut.
Die Vermehrung gelingt ganz einfach, indem du die bewurzelten Ausläufer abtrennst und an anderer Stelle wieder einpflanzt.
Nach der Blüte kannst du die Polster leicht mit der Schere einkürzen, damit sie kompakt bleiben.
Achte darauf, dass sie nicht von starkwüchsigen Nachbarpflanzen verdrängt wird.
Gute Partnerin: Die Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) – beide besiedeln in Österreich ähnliche Lebensräume an Felsen und ergänzen sich in ihren Standortansprüchen hervorragend.
Die Ausläufer-Gänsekresse gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). In unserer Region ist sie primär in Österreich heimisch, wo sie bevorzugt kalkhaltige Felsstandorte besiedelt. Charakteristisch sind die oberirdischen Kriechtriebe, sogenannte Ausläufer (Stolonen), mit denen die Pflanze dichte, rasenartige Bestände bildet. Die kleinen, weißen Blüten stehen in lockeren Trauben (Blütenstände mit gestielten Einzelblüten) zusammen. Botanisch handelt es sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die ihre Blätter auch in der kalten Jahreszeit behält.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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