Bild folgtKI-generierte IllustrationArabis sagittata
Auch bekannt als: Pfeil-Gänsekresse
An ihren pfeilförmig geöhrten Blättern, die den Stängel fest umschließen, lässt sich die Pfeilblättrige Gänsekresse (Arabis sagittata) sofort erkennen. Diese zierliche Pflanze mit ihren weißen Blüten ist ein wichtiger Baustein für deinen Naturgarten, da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird. Durch ihre Ansiedlung hilfst du aktiv dabei, eine bedrohte Art in unserer Region zu erhalten. Auch wenn sie eher unauffällig wirkt, ist sie eine Überlebenskünstlerin für extrem trockene Stellen. Du wirst sehen, wie diese seltene Wildpflanze deinem Garten eine ganz authentische, naturnahe Note verleiht.
Rote-Liste-Art im Garten: Schütze die seltene Spezialistin für karge Sonnenplätze.
Da die Pfeilblättrige Gänsekresse in der Roten Liste als gefährdet eingestuft ist, hat ihr Erhalt im Garten eine hohe Priorität für den Artenschutz. Sie besetzt ökologische Nischen an extrem trockenen Standorten, an denen viele andere Pflanzen aufgeben. Da sie zu den Kreuzblütlern gehört, stellt sie in den Monaten Mai und Juni ein wichtiges Angebot für die lokale Insektenwelt dar. Im Winter bieten ihre Samenstände eine Struktur, die von verschiedenen Kleinstlebewesen zur Überwinterung genutzt wird. Mit dieser Pflanze förderst du die floristische Vielfalt, die in unserer modernen Landschaft leider immer weiter zurückgeht.
Bitte beachte, dass die Pfeilblättrige Gänsekresse als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn sie keine schweren Vergiftungen hervorruft, ist sie nicht für den Verzehr geeignet und sollte außerhalb der Reichweite spielender Kleinkinder gepflanzt werden. Eine Verwechslung mit anderen, ebenfalls ungiftigen Gänsekressen-Arten ist möglich, schadet aber meist nur der korrekten Bestimmung.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.46 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Boden: Der Boden muss mager (nährstoffarm) und sehr gut durchlässig sein; Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Feuchtigkeit: Als Trockenheitsspezialistin kommt sie mit sehr wenig Wasser aus und muss nach dem Anwachsen nicht gegossen werden.
Pflanzzeit: Setze sie am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflege: Sie ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf), daher solltest du auf Dünger komplett verzichten.
Vermehrung: Lass die vertrockneten Fruchtstände im Sommer stehen, damit sie sich über Samen selbst verspringen kann.
Winterschutz: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; die Pflanze ist winterhart und die Halme dienen Insekten als Versteck.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria), da beide die gleichen mageren Kalkböden lieben und sich ökologisch perfekt ergänzen.
Die Pfeilblättrige Gänsekresse (Arabis sagittata) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und zur Ordnung der Senfartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie als heimische Art (Indigen) oder als alter Einwanderer (Archäophyt) bekannt, wird aber immer seltener. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) und sonnige Felsfluren. Typisch ist ihr straff aufrechter Wuchs und die dichte Behaarung im unteren Bereich des Stängels.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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