Bild folgtKI-generierte IllustrationArdea modesta J.E.Gray, 1831
Dieser imposante weiße Reiher besticht durch sein reinweißes Gefieder, den markanten S-förmigen Hals und einen kräftigen, dolchartigen Schnabel. In Ihrem Garten können Sie ihn gelegentlich am Rand von Gartenteichen beobachten, wo er vollkommen reglos auf Beute lauert. Er ernährt sich carnivor (fleischfressend) und erbeutet vor allem Fische, Amphibien sowie größere Insekten. Seine Nester errichtet er bevorzugt als Kolonienbrüter (in Gruppen brütend) in hohen Baumkronen oder im dichten Röhricht. Dieser Vogel wird als Kurzstreckenzieher (Vogel, der nur kurze Distanzen zum Überwinterungsort wandert) eingestuft, wobei viele Tiere in milden Wintern bei uns bleiben. Im Flug erkennt man ihn gut an den langsamen Flügelschlägen und dem weit in die Schultern zurückgezogenen Hals. Im Februar können Sie bereits die ersten Rückkehrer oder Standvögel beobachten, die nach geeigneten Nahrungsgründen suchen. Als Gartenbesitzer sollten Sie bei der Anwesenheit dieses Jägers Ruhe bewahren und ihn nicht aufscheuchen. Falls Sie wertvolle Zierfische schützen möchten, können Sie kurzzeitig Netze oder Zäune am Teichrand installieren. Er ist ein nützlicher Regulator im Ökosystem, da er auch Wühlmäuse auf angrenzenden Grünflächen dezimiert.
Der Silberreiher ist nach geltendem Naturschutzrecht streng geschützt; das Stören an Brutplätzen oder die Entnahme von Eiern ist verboten. Da er bei Bedrohung seinen scharfen Schnabel zur Abwehr einsetzt, sollte man verletzten Tieren niemals ohne fachkundige Hilfe oder Schutzausrüstung zu nahe kommen.
Der Silberreiher (Ardea modesta) gehört zur Familie der Reiher (Ardeidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimische Art verbreitet. Er besiedelt bevorzugt offene Landschaften mit flachen Gewässern, Sümpfen oder Gräben. Die Art lebt außerhalb der Brutzeit oft solitär (einzelgängerisch), findet sich aber an nahrungsreichen Plätzen auch in kleinen Trupps zusammen. Von ähnlichen Arten unterscheidet er sich durch seine bedeutende Größe und den gelben Schnabel, der sich zur Paarungszeit dunkel verfärben kann.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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