Bild folgtKI-generierte IllustrationArmeria arenaria subsp. arenaria
Wer die Wegerich-Grasnelke einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kugeligen, rosafarbenen Blütenköpfen auf langen, blattlosen Stielen und den grasartigen Blattrosetten ist sie ein echter Blickfang. Da sie eine Spezialistin für extrem trockene Standorte ist, bereichert sie deinen Naturgarten überall dort, wo es für andere zu heiß und karg ist. In der freien Natur besiedelt sie Sandmagerrasen (nährstoffarme Flächen auf Sandboden), einen Lebensraum, der heute immer seltener wird. Mit ihrer Pflanzung holst du dir ein Stück gefährdete Natur direkt ans Haus. Hast du ein sonniges, trockenes Plätzchen für diese robuste Überlebenskünstlerin frei?
Die robuste Trockenkünstlerin für sonnige Sandstellen und karge Böden.
Da die Wegerich-Grasnelke an Standorten gedeiht, die für viele andere Pflanzen zu trocken sind, schließt sie eine wichtige Versorgungslücke in deinem Garten. Ihre Blüten bieten Nektar und Pollen in Lebensräumen, die oft arm an Ressourcen sind. Die stabilen, kugeligen Blütenköpfe dienen verschiedenen Fluginsekten als verlässliche Landeplattform. Auch wenn für diese spezielle Unterart derzeit keine spezifischen Bindungen zu einzelnen Insektenarten in der Datenbank vorliegen, ist sie als heimische Pflanze ein wichtiger Baustein für die lokale Artenvielfalt. Sie fördert spezialisierte Lebensgemeinschaften auf mageren Böden.
Die Pflanze ist laut den vorliegenden Daten nicht als kindersicher eingestuft. Es ist daher ratsam, darauf zu achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen oder verzehren. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Wildpflanzen besteht in unseren Breitengraden jedoch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Standort: Wähle einen Platz in der vollen Sonne, denn Halbschatten verträgt sie kaum.
Boden: Ideal ist ein sandiger oder kiesiger Untergrund. Sie ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und benötigt keine Düngung.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte trocken sein; Staunässe führt schnell zum Absterben der Wurzeln.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, das Stehenlassen der Stängel schont die Bodenruhe.
Vermehrung: Die Pflanze lässt sich gut durch Teilung der Polster oder durch Aussaat vermehren.
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist das Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea). Beide Arten teilen die Vorliebe für extrem magere, sonnige Standorte und bilden zusammen ein harmonisches Bild in deinem Steingarten oder auf Trockenmauern.
Die Wegerich-Grasnelke (Armeria arenaria subsp. arenaria) gehört zur Familie der Grasnelkengewächse (Plumbaginaceae). Sie ist in Deutschland und der Schweiz indigen (ursprünglich einheimisch) und besiedelt bevorzugt Sandtrockenrasen sowie lichte Kiefernwälder. Charakteristisch sind ihre schmalen, fast grasartigen Blätter und die köpfchenartigen Blütenstände, die botanisch gesehen dichte Trugdolden (verzweigte Blütenstände, deren Hauptachse früh im Wachstum stoppt) sind. Diese Unterart zeichnet sich durch einen besonders kräftigen Wuchs aus.
2 Videos zu Wegerich-Grasnelke


•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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