Bild folgtKI-generierte IllustrationArrenurus crassicaudatus Kramer, 1875
Das auffälligste Merkmal der Dickschwänzigen Wassermilbe (Arrenurus crassicaudatus) ist ihr stark gepanzerter Körper und der bei den Männchen charakteristisch verbreiterte Hinterleib. Du findest diese winzigen Spinnentiere in stehenden oder langsam fließenden Gewässern deines Gartens, sofern du einen naturnahen Teich besitzt. Als räuberisch lebende Tiere machen sie Jagd auf kleinste Wasserlebewesen wie Wasserflöhe oder Hüpferlinge (kleine Ruderfußkrebse). Ihre Larven führen hingegen eine parasitische Lebensweise (sie ernähren sich zeitweise von einem Wirt, ohne ihn zu töten) und heften sich oft an Libellen oder andere Wasserinsekten. Im ökologischen Gefüge deines Gartenteichs übernehmen sie eine wichtige Rolle bei der Regulation von Kleinstlebewesen. Für dich als Gärtner sind sie ein wertvolles Zeichen für eine gute Wasserqualität und ein funktionierendes Ökosystem. Du kannst sie fördern, indem du auf chemische Mittel verzichtest und eine dichte Uferbepflanzung zulässt. Beobachte das Wasser ruhig einmal genauer; die flinken Schwimmer sind faszinierende Zeugen der Artenvielfalt auf kleinstem Raum. Besondere Pflegemaßnahmen sind nicht erforderlich, solange das Gewässer biologisch im Gleichgewicht bleibt. Ein stabiler Teich bietet diesen Tieren alles, was sie zum Überleben brauchen.
Dieses Tier ist für Menschen und Haustiere absolut harmlos, da es weder beißen noch stechen kann. Es steht nicht unter explizitem Artenschutz, ist aber als Teil der heimischen Biodiversität (Vielfalt des Lebens) ein schützenswerter Bestandteil der Natur. Du kannst sie bedenkenlos in deinem Gartenteich gewähren lassen.
Die Dickschwänzige Wassermilbe gehört zur Familie der Arrenuridae innerhalb der Ordnung der Milben (Acari). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Mitteleuropas, insbesondere Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Diese Art ist fest an aquatische (im Wasser befindliche) Lebensräume gebunden. Innerhalb der Gattung Arrenurus zeichnet sie sich durch eine ausgeprägte Sexualdimorphie (deutliche optische Unterschiede zwischen den Geschlechtern) aus.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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