Bild folgtKI-generierte IllustrationAsio flammeus (Pontoppidan, 1763)
Auch bekannt als: Sumpfeule, Sumpfohreule
Pontoppidan, 1763
Die Sumpfohreule (Asio flammeus) erkennt Ihr an ihrem hellbraun gefleckten Gefieder, den stechend gelben Augen mit dunkler Umrandung und ihrem gaukelnden Flug in der Dämmerung. Als mittelgroßer Greifvogel (Ordnung der Eulen) zeichnet sie sich durch einen runden Kopf mit sehr kurzen Federohren aus, die meist flach anliegen. Diese Art ist ein spezialisierter Fleischfresser, der vor allem kleine Säugetiere in offenen Landschaften jagt. Anders als viele andere Eulen ist sie oft schon vor Sonnenuntergang aktiv und lässt sich gut beobachten. Ihr Nistplatz befindet sich am Boden, gut versteckt in dichter Vegetation. In ihrer Lebensweise ist sie sehr flexibel und zieht oft weite Strecken, um Gebiete mit ausreichendem Nahrungsangebot zu finden. Da sie ein Bodenbrüter (Vogel, der sein Nest auf der Erdoberfläche errichtet) ist, benötigt sie weite, ungestörte Flächen. Im Garten werdet Ihr sie eher selten brütend antreffen, doch dient Euer naturnaher Außenbereich als wertvoller Ruheplatz. Ihr unterstützt diese seltene Eule am besten, indem Ihr auf Gifte gegen Nagetiere verzichtet, damit sie unbelastete Beute findet. Belasst Randstreifen mit hohem Pflanzenbewuchs ungemäht, um Lebensraum für Beutetiere zu erhalten. Ihr Ruf ist ein dumpfes, mehrfaches „pu-pu-pu“, das meist nur während der Balzzeit (Zeit der Partnerwerbung) zu hören ist.
Die Sumpfohreule ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt; ihre Nester dürfen keinesfalls gestört werden. Da sie am Boden brütet, sind die Gelege besonders durch freilaufende Hunde und Störungen empfindlich. Bitte haltet in bekannten Brutgebieten strikt Abstand, um den Bruterfolg nicht zu gefährden.
Die Sumpfohreule (Asio flammeus) gehört zur Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als seltener Brut- oder Gastvogel heimisch. Sie besiedelt bevorzugt offene Moore, Heideflächen und Küstenregionen mit niedrigem Bewuchs. Einzigartig unter den heimischen Eulen ist ihre Lebensweise als Bodenbrüter in offener Landschaft. Von der ähnlichen Waldohreule (Asio otus) unterscheidet sie sich durch die helleren Flügelunterseiten und die deutlich kürzeren, oft kaum sichtbaren Federohren.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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